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Kleine wunderbare Windbeutel - Küsschen mit Toffifee-Mousse und Crème Anglaise

Heute bekommt Ihr alle ein himmlisches süßes Küsschen von mir. Ein kleines Küsschen in Form eines kleinen Windbeutelchens, gefüllt mit einer Toffifee-Mousse. Das klingt schon gut, oder? In Toffifee vereint sich ja Schokolade, Karamell und Nuss. Das ist in Kombination eine Wucht. Als Mousse, die man in ein kleines Windbeutelchen gefüllt hat, ist das zum Träumen und Schwelgen. Alternativ habe ich auch das Rezept für Crème Anglaise für Euch, eine klassische Vanillecrème, die ebenso lecker schmeckt.

Brandteig Rezept für gefüllte Windbeutel

Ich höre immer wieder, dass Brandteig so schwierig ist und es viele gar nicht erst versuchen , aber vielleicht kann ich denjenigen heute etwas Eurer Angst nehmen. Ich muss gestehen, dass ich mich vor meinem ersten Mal überhaupt nicht mit Brandteig auseinander gesetzt habe und nicht wie sonst verschiedene Rezepte studiert und das ausprobiert, das mir am ehesten zusagt. Mit diesem Rezept hatte ich wohl einfach großes Glück, denn die Windbeutel sind schon beim ersten Mal auf Anhieb gelungen. Da bleibe ich natürlich dabei und teile es gerne mit Euch. Es war ganz unspektakulär bei einer Croquembouche-Form dabei, die ich mir mal gekauft habe. Das ist ein Kegel, der aus vielen kleinen Windbeuteln, die mit Karamell zusammen geklebt werden, besteht. Das sieht wunderschön aus! Aber aus den Windbeuteln einen Croquembouche zu machen, ist ein ganz anderes Thema. Mein erster und einziger Versuch war so la la und bevor ich mir nicht endlich mal ein ordentliches Zuckerthermometer gekauft habe, wird es auch keinen zweiten Versuch geben. Aber wenn, dann lasse ich Euch daran teilhaben!

Die Windbeutel sind aber wirklich ganz einfach zu machen und womit Ihr sie füllt, könnt Ihr Eurer Fantasie überlassen. Dafür eignet sich so ziemlich jede Crème, Mousse oder auch einfach nur geschlagene Sahne.

An dieser Stelle sollte ich Euch wohl auch sagen, dass von meiner Toffifee-Mousse etwas übrig bleibt. Zwei kleine Dessertschälchen, die aber nicht lange halten, weil die leckere Mousse sehr schnell vergenusswurschtelt wird. Die Menge der Crème Anglaise dagegen geht  auf. Sie entstammt schließlich auch dem Originalrezept. Der Croquembouche wird für 12 Personen gerechnet, ich habe nur ein Drittel der Menge gemacht. Ja, was soll ich sagen? Rein rechnerisch hätte 1/3 des Rezeptes für 4 Personen gereicht. Aber mein Eheschatz und ich, konnten diese Menge auch zu zweit sehr gut bewältigen. War einfach zu lecker!

Fluffige Dampfnudeln mit Vanillesoße mit etwas Hilfe von der Oma Eberhofer

„Dampfnuadla hamm mir gesdern g’habt, Dampfnuadla hamm mir heid, Dampfnuadla hamm mir jed’n Doag, weil's uns so g‘freid ‘!“.



Ja, Dampfnudeln san a Freid! Das wusste schon das schöne altbayerische Volkslied. Dampfnudeln sind jedoch nicht mit Germknödel oder gar Rohrnudeln zu verwechseln. Da gibt’s schon klare Definitionen vom heimischen Herd aus auch wenn das, besonders zu meinem Leidwesen, sogar hier in meiner Wahlheimat Landshut, auf dem selbigen Christkindlmarkt, recht großzügig unter einen Hut gekehrt wird. Tatsache ist aber, eine Dampfnudel ist eine Dampfnudel und ein Germknödel ist ein Germknödel. Der Unterschied ist klar: Eine Dampfnudel ist eine luftig lockere, in Milchdampf aufgegangene Wolke. Pur quasi. Sie wird mit Zimtzucker veredelt und schwimmt in Vanillesoß', die dieselbe schöne cremige Konsistenz hat, wie Eierlikör. Der Germknödel hingegen, zwar genauso luftig und in Vanillesoße badend hingegen, ist mit Zwetschgenmus gefüllt und bekommt Mohn aufs Köpfle gestreut. Punkt und aus. Die Frage „Wolln S‘ a Dampfnudl mit oda ohne Füllung?“ zieht mir daher schon arg die Fußnägel hoch. Da kenn ich keinen Spaß! Ja wo san mir denn? Und Rohrnudeln, ja die werden nicht in Milch gedämpft, die werden offen im Ofen gebacken, so dass sie eine schöne braune Kruste bekommen. Ganz was anderes, also. Ganz andere Baustelle.

Rezept Dampfnudel mit Vanillesoße

Zu Hause gab’s bei mir immer Rohrnudeln, weil ich mich an das Dämpfen nie so recht herangetraut hab. Und so hab ich mich schon immer auf den Christkindlmarkt gefreut, weil ich da eeendlich mal wieder eine Dampfnudel bekomm! Ja mei, nach einer einjährigen Abstinenz muss man halt diese Unwissenheit über sich ergehen lassen. Hauptsache es schwimmt hinterher eine schöne Dampfnudel mit Zimtzucker in einer Vanillesoß’. Aber jetzt, jetzt hab ich ein Rezept! Und es ist göttlich! Da kann jede Christkindlmarktbude einpacken! Und woher ich das hab? Ich bin ja bekennende Sammlerin von Koch- und Backbüchern, -heften und Rezepten jeder Art. Dieses Rezept hat aber einen ganz anderen Ursprung, einen an den ich nie gedacht hätte! Ein Krimi. Genauer gesagt die Provinzkrimireihe von Rita Falk. Zum Schreien komisch und unbedingt zu empfehlen! Die Hauptperson ist ja der Franz. Franz Eberhofer. Er ist der Dorfgendarm in Niederkaltenkirchen. Das Dorf ist erfunden und trotzdem tausendfach vorhanden, denn jedes x-beliebige Dorf tickt so. So die Autorin. Und es spielt in der Nähe von Landshut. Was für mich als zugereiste Landshuterin schon Spaß macht. Für meine Küche ist die Hauptperson aber Franzls Oma. Die Oma Eberhofer. Die bekocht ihren Franzl nämlich gut und sämtliche Rezepte „aus dem Kochbuch von der Oma, anno 1937“ finden sich im Anschluss an die Geschichte. So eben auch die Grundlage für folgendes – mein neues – Dampfnudelrezept. Die einzige Abwandlung; ich hab es etwas weniger süß gemacht. Viel Spaß damit! Es ist schwelgen in Genuss pur.

Rezept für Dampfnudel mit Vanillesoße

REZEPT:

Dampfnudeln:
30g Butter
½ Würfel frische Hefe (Zimmertemperatur)
1/8 l und etwas lauwarme Milch
1 Ei (Zimmertemperatur)
1 EL Zucker
etwas Salz
250g Mehl

Den Ofen auf 50°C aufheizen, eine Metallschüssel darin wärmen, sowie ein sauberes Geschirrtuch.

Die Butter in einem kleinen Topf zergehen lassen. Hefe in etwas lauwarme Milch bröckeln und darin auflösen. Die lauwarme Milch, Ei, Salz, Zucker und die Hefemilch zu der zerlassenen (nicht heißen) Butter geben und miteinander versprudeln. Das Mehl in die vorgewärmte Schüssel sieben und mit der flüssigen Mischung verrühren und den Teig so lange Schlagen bis er Blasen wirft und sich vom Löffel (für Tapfere) oder vom Rührer löst. Er hat eine zähflüssige Konsistenz. Die Schüssel mit dem warmen Geschirrtuch abdecken, in den Ofen stellen, diesen abschalten und darin gute 2 Stunden gehen lassen. Gut Ding will Weile haben.

Die Schüssel muss jetzt aus dem Warmen, die arme, aber das Geschirrtuch darf drin bleiben. Wenn der Ofen schon zu abgekühlt ist, nochmal kurz anstellen.

Mit einem bemehlten Esslöffel werden nun Nocken abgestochen und bemehlten Händen rund geformt. Diese kleinen Kissen legt man auf ein bemehltes Holzbrett und deckt sie wieder für eine Stunde mit dem warmen Geschirrtuch ab. (Während dieser Wartezeit kann man sich der Vanillesoße widmen.)

In eine ausreichend große Pfanne kommt ein großes Stück Butter, etwas Zucker und so viel Milch, dass der Boden gut bedeckt ist. Das wird sachte aufgekocht und die Teiglinge werden hineingelegt und der Deckel aufgesetzt. Um diesen herum schlägt man 1 - 2 feuchte Geschirrtücher, damit kein Dampf entweichen kann.

Die Nudeln werden so lange gedämpft, bis die Milch aufgebraucht ist. Sie fangen dann leise zu prasseln an. Das dauert ungefähr eine viertel Stunde.

Dampfnudeln aus der Pfanne

Vanillesoße:
¾ l Milch
Mark einer Vanilleschote und
die ausgekratzte Schote
100 g Zucker
4 Eigelbe
1 ½ EL Mehl
3 EL Milch

Eigelb, Mehl und die 3 EL Milch in einem Topf versprudeln. In einem anderen Topf Milch, Vanille und Zucker unter Rühren aufkochen. Die Vanillemilch langsam zu der Eimischung rühren und unter leichter Hitzezufuhr so lange rühren, bis die Soße leicht eindickt. Perfekt ist sie, wenn sie dieselbe cremige Konsistenz wie Eierlikör hat. Sollte sie zu dick werden, kann man auch nochmal einen Schuss Milch hinzugeben. Dickt sie nicht an, etwas mehr Hitze zugeben.

Jetzt wird zusammengeführt, was zusammen gehört und mit Zimtzucker (Zucker mit Zimt gemischt) gekrönt.

Dampfnudeln isst man übrigens mit dem Löffel. Mehr Werkzeug braucht's nicht für diese fluffigen, lockeren Wolkenküsse. Einfach ein süßer Genuss!
Eure Marion