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Winterwunderland Guglhupf - Mein Glühweinkuchen

Die liebe Andrea Zuckerschnecke von Mamas Liebe süß und salzig hatte die schöne Idee dieses Jahr einen Adventskalender zu machen und mich eingeladen eines Ihrer Türchen zu sein. Da guter Besuch natürlich nicht mit leeren Händen kommt, habe ich Ihr ein feines Rezept mitgebracht: Meinen Glühweinkuchen. Er hätte schon längst einen Platz auf meinem Blog verdient, denn in meiner Genussküche zu Hause backe ich diesen Kuchen schon, seit ich mit Backen angefangen habe. Ich mag diesen Kuchen sehr gerne, weil er so schön locker ist und mich noch nie enttäuscht hat. Er ist immer lecker und dankbar, wie ein Rührkuchen einfach ist. Es muss nicht immer Torte oder Cupcake sein. Der Glühweinkuchen bäckt sich schön in meiner geliebten Guglhupfform, aber natürlich auch in einer Kastenform und auch als „Kuchen im Glas“ habe ich ihn zu Weihnachten schon verschenkt.

Rotweinkuchen Rezept

Rotweinkuchen mit Schokostreusel

Eigentlich wollte ich ein Plätzchenrezept beisteuern oder mich an Baumkuchen versuchen. Aber wie auch letztes Jahr, komme ich überhaupt nicht recht in Weihnachtsstimmung. Es ist inzwischen zwar eisig kalt und wir waren auch schon einmal auf dem Christkindlesmarkt, aber es ist immer noch mehr herbstlich als winterlich. Ganz zu schweigen von „Winterwunderland“. Und Plätzchen backen ohne Weihnachtsstimmung funktioniert nicht recht. Dennoch habe ich wie jedes Jahr sämtliche Rezepthefte auf der Suche nach den Plätzchen, die es dieses Jahr werden sollen, durchstöbert. Ich beschränke mich auf drei  oder vier Sorten, denn mehr wird eh nicht gegessen. Da geht mir so ein Kuchen wesentlich leichter von der Hand und der ist auch immer schnell wieder weg.

Passend zur Adventszeit, habe ich meinen Glühweingugl mit etwas Goldpuder und Christbäumen aus Eiweiß-Spritzglasur („Royal Icing“) herausgeputzt. Diese Zuckermasse kann man in unterschiedlichen Konsistenzen anrühren, je nachdem ob man Zuckerblumen, Konturen oder eine Glasur möchte. Dann kann man sich mit Spritzbeutel und Tülle austoben und es anschließend einfach lufttrocknen lassen. Neben Einfrieren, eine praktische Möglichkeit übriges Eiweiß aufzubrauchen, und immer etwas Deko auf Vorrat parat zu haben. Goldpuder bekommt man bei den üblichen Versandadressen für Hobbybäckerbedarf.

Der Glühweinkuchen passt übrigens nicht nur zur Weihnachtszeit. Als Rotweinkuchen kann man ihn mit Rotwein das ganze Jahr über machen. Nach Geschmack mit etwas Zimt ergänzt. Wer lieber auf Alkohol verzichten möchte, nimmt einfach Kinderpunsch.

Glühweinkuchen mit Goldstaub und Baisertannen

Kleine wunderbare Windbeutel - Küsschen mit Toffifee-Mousse und Crème Anglaise

Heute bekommt Ihr alle ein himmlisches süßes Küsschen von mir. Ein kleines Küsschen in Form eines kleinen Windbeutelchens, gefüllt mit einer Toffifee-Mousse. Das klingt schon gut, oder? In Toffifee vereint sich ja Schokolade, Karamell und Nuss. Das ist in Kombination eine Wucht. Als Mousse, die man in ein kleines Windbeutelchen gefüllt hat, ist das zum Träumen und Schwelgen. Alternativ habe ich auch das Rezept für Crème Anglaise für Euch, eine klassische Vanillecrème, die ebenso lecker schmeckt.

Brandteig Rezept für gefüllte Windbeutel

Ich höre immer wieder, dass Brandteig so schwierig ist und es viele gar nicht erst versuchen , aber vielleicht kann ich denjenigen heute etwas Eurer Angst nehmen. Ich muss gestehen, dass ich mich vor meinem ersten Mal überhaupt nicht mit Brandteig auseinander gesetzt habe und nicht wie sonst verschiedene Rezepte studiert und das ausprobiert, das mir am ehesten zusagt. Mit diesem Rezept hatte ich wohl einfach großes Glück, denn die Windbeutel sind schon beim ersten Mal auf Anhieb gelungen. Da bleibe ich natürlich dabei und teile es gerne mit Euch. Es war ganz unspektakulär bei einer Croquembouche-Form dabei, die ich mir mal gekauft habe. Das ist ein Kegel, der aus vielen kleinen Windbeuteln, die mit Karamell zusammen geklebt werden, besteht. Das sieht wunderschön aus! Aber aus den Windbeuteln einen Croquembouche zu machen, ist ein ganz anderes Thema. Mein erster und einziger Versuch war so la la und bevor ich mir nicht endlich mal ein ordentliches Zuckerthermometer gekauft habe, wird es auch keinen zweiten Versuch geben. Aber wenn, dann lasse ich Euch daran teilhaben!

Die Windbeutel sind aber wirklich ganz einfach zu machen und womit Ihr sie füllt, könnt Ihr Eurer Fantasie überlassen. Dafür eignet sich so ziemlich jede Crème, Mousse oder auch einfach nur geschlagene Sahne.

An dieser Stelle sollte ich Euch wohl auch sagen, dass von meiner Toffifee-Mousse etwas übrig bleibt. Zwei kleine Dessertschälchen, die aber nicht lange halten, weil die leckere Mousse sehr schnell vergenusswurschtelt wird. Die Menge der Crème Anglaise dagegen geht  auf. Sie entstammt schließlich auch dem Originalrezept. Der Croquembouche wird für 12 Personen gerechnet, ich habe nur ein Drittel der Menge gemacht. Ja, was soll ich sagen? Rein rechnerisch hätte 1/3 des Rezeptes für 4 Personen gereicht. Aber mein Eheschatz und ich, konnten diese Menge auch zu zweit sehr gut bewältigen. War einfach zu lecker!

Zucchinischwemme # 4 - Locker fluffiger und saftiger Zucchini-Walnuss-Kuchen

Also das ist wieder ein richtiges Zucchini-Highlight! Dieser Kuchen ist so wunderbar fluffig und saftig; ich bin ganz hin und weg! Der macht süchtig. Eindeutig!

Zucchini Walnuss Gugl
 
Zucchini in Kuchen zu verarbeiten, dürfte für viele kein neuer Gedanke mehr sein. Gemüse und Süß kennt man schon vom Möhrenkuchen oder Rüblikuchen. Geraspelt unter den Teig gemischt und mitgebacken, macht dieses wunderbare Gemüse den Kuchen schön saftig und zart. Aber ich will hier auch nicht das Rad neu erfinden. Dennoch habe ich es bis jetzt nie ausprobiert. „Never change a winning Team“ dachte ich mir. Kuchen ist auch ohne Gemüse top! Aber ebenso heißt auch, dass Gelegenheit Diebe macht. Nun, ich habe jetzt die Gelegenheit und zwar in Form von fleißig wachsenden Zucchini in meinem Garten. Und was ich stehle? Vielleicht ein klein wenig die uneingeschränkte Treue in meine Standardrezepte. Wobei das Eine nicht das Andere ersetzen muss. Vielmehr ist der Zucchinikuchen eine willkommene Erweiterung und darüber bin ich immer froh. Mit den eigenen Klassikern ist das nämlich so eine Sache. Man vergisst manchmal sogar über den Tellerrand zu schauen. Erst wenn man dazu gezwungen ist fällt einem auf, dass es hinter dem Horizont weiter geht. Und das ist auch gut so. Verdammt gut! Darüber, dass ich diesen Zucchini-Nuss-Kuchen entdeckt habe, bin ich richtig happy!

Meine Entscheidung fiel auf eine Kombination mit Nüssen. Genauer gesagt Walnüsse, denn davon habe ich auch noch einen ganzen Korb aus dem elterlichen Garten zu Hause stehen. Passt also wunderbar. Natürlich könnt Ihr auch andere Nüsse verwenden. Was Ihr mögt oder gerade da habt. Es macht sich auch sicher gut, die Nüsse durch Schokostreusel zu ersetzen. Das möchte ich auf jeden Fall auch noch ausprobieren. Ich glaube, wenn in diesem Kuchen auch noch Schokolade drin ist, bin ich so hin und weg, dass man mich gar nicht mehr ansprechen braucht.

Zucchini Walnuss Kuchen

Luftiger Kuchen

Einen großen Vorteil hat das Backen mit Öl im Gegensatz zu Butter ja auf alle Fälle. Man kann spontan backen, ohne darauf warten zu müssen, dass die Butter weich wird. Was, erstaunlicherweise, auch bei diesem tropischen schwülen Wetter der letzten Wochen dauert. Mir war das anfangs nämlich etwas unsympathisch und ich wusste nicht so recht, ob mir ein Kuchen mit Öl gefällt. Öl statt Butter? Aber, das Resultat ist super und es fehlt mir kein Buttergeschmack.  Das war also schon der zweite Blick über den sommerlichen Horizont. Zurzeit regnet es ja allerdings leider immer wieder. Ich hoffe der Sommer noch einmal zu uns zurück!

Gugelhupf

Das Rezept passt sowohl für eine Kastenform als auch für einen Guglhupf. Wobei der dann doch nicht ganz voll wird. Ich hab den Kuchen auch schon mit Zutaten hochgerechnet auf vier Eier gebacken. Da ich aber das Backpulver bei einem Päckchen belassen habe, war er nicht ganz so locker. Aber trotzdem lecker! Fluffig ist mir aber lieber und daher bleibe ich doch lieber bei der kleineren Menge oder werde nächstes Mal noch Backpulver dazu geben. Ich hatte 350 g Zucker, 4 Eier, 1 Pk. Backpulver, 180 ml Sonnenblumenöl, 1,5 TL Zimt, 300 g Zucchini, 140 g Walnüsse und 350 g Mehl verwendet. Vorstellen möchte ich Euch aber die saftige, lockere und fluffige Variante.

KitchenAid in Aktion

Die Frühlingssonne im Glas - Löwenzahnblütengelee

Wer entscheidet denn, was Unkraut ist und was nicht? Manche "Unkräuter" blühen eigentlich recht schön. Das Problem liegt eher darin, dass sie sich unkontrolliert und rasend schnell vermehren. Und dazu noch dort, wo man sie nicht gebrauchen kann oder haben möchte. Löwenzahn gehört, wohl nicht nur für mich, ganz eindeutig in diese Kategorie. Seine Wurzeln machen manchem Rettich Konkurrenz. Die strahlenden sonnengelben Blüten, finde ich aber trotz allem sehr hübsch. Wir haben hier viele Wiesen, die im Frühling geflutet sind, mit diesem leuchtenden Gelb. Das ist ein sehr schöner Anblick. Freundlich und man weiß, dass der Sommer kommt. Nur eben im eigenen Garten ist er nicht so willkommen. Zumindest nicht in der Menge, die wir den umliegenden Wiesen zu verdanken haben. Ich war und bin entschlossen dem Löwenzahn zu Leibe zu rücken. Er muss weg, oder immerhin weniger werden, etwas im Zaum halten, Ihr versteht? Und darum habe ich jetzt ein neues geniales Spielzeug. Den Fiskars Unkrautstecher. Viele zweifeln ja daran, ob diese Dinger wirklich etwas bringen. Ich kann sagen; es funktioniert! Das Ding ist super! Easy Peasy. Unkraut stechen macht 'voll bock'.

Löwenzahnblüten Gelee

Pusteblume

Bei meiner Suche nach dem richtigen Spielzeug, bin ich aber auch über diverse Rezepte für Löwenzahn und Löwenzahnblüten gestolpert. Ich dachte "Hey!" und wurde neugierig. Besonders Löwenzahnblütengelee hat es mir angetan und dann habe ich mit einer Schüssel bewaffnet den Garten gestürmt und ihnen die Köpfe abgezupft. Und jetzt bin ich um eine Erkenntnis reicher: So viel Löwenzahn haben wir doch nicht im Garten, denn ich musste sogar auf der gegenüberliegenden Wiese weitersammeln um auf die benötigte Menge zu kommen. Die Dinger wiegen ja quasi nichts.

In der Küche und mit Neuem bin ich gerne experimentierfreudig. Einen leckeren Brotaufstrich aus Löwenzahnblüten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Aber ich war auch unheimlich neugierig! Mein Eheschatz, der beste Eheschatz von allen, war hingegen mehr als skeptisch. Dabei vertraut er mir doch sonst auch! Als würde ich ihm etwas vorsetzten, das nicht schmeckt! Oder habe ich ihm jemals seine (mir völlig unverständlich) ungeliebten, sogar verhassten Tomaten untergejubelt? Ok, es gab da mal einen Versuch mit Grünkernbratlingen, völlig furchtbar und misslungen, aber das ist nun wirklich lange her und schließlich hat er mich trotzdem geheiratet. Also!

Löwenzahn Marmelade

Löwenzahnblütengelee lohnt sich auf jeden Fall. Ihr werdet sicher skeptische Blicke ernten, die dann aber umso überraschter sind, wie lecker das schmeckt. Augen werden die machen! Genauso wie ich, mein Eheschatz und Ihr zuvor. Die Anerkennung ist auf Eurer Seite. Und Ihr selbst wollt ab da auch immer ein Glas dieses Angebergelees zu Hause haben. Mich erinnert der Geschmack an Honig und außerdem ist da noch etwas von Sonne und Wiese und Frühling. Das ist wirklich ein unerwarteter und besonderer Genuss. Ich bin total happy, dass ich das entdeckt habe. Der Frühling und die Sonne im Glas und zum Frühstück.

Geschenke aus der Küche

Löwenzahn

Ich will nicht bestreiten, dass das Sammeln und Blütenzupfen eine heiden Arbeit ist. Aber zumindest konnte ich mir letzteres erleichtern. Ganz einfach, die Blüten mit einer Schere über dem Stempel abschneiden und gut ist. Das Grüne sollte man schon so gut wie möglich heraus suchen, aber im Vergleich zum Abzupfen war das eine mortz Erleichterung. Außerdem werden auch die Finger nicht total gelb davon und die Blüten werden nicht zerquetscht. Super Sache. Und am Ende hat man dann eine ganze Schüssel voll mit weichen und flauschigen, knallgelben Blüten. Leider ist mir das erst recht spät eingefallen. Aber der nächste Frühling kommt! Jetzt ist der Löwenzahn ja leider größtenteils zu Pusteblumen geworden. Wobei "leider" auch nicht so einfach gesagt ist, denn ohne gäbe es dieses wunderschöne Pusteblumen-Bild nicht, das mir eine liebe Freundin für meinen Post zur Verfügung gestellt hat. Besucht Sie doch mal auf redfairy Picture Designs oder auf Ihrer Facebookseite.

ChoQlate – Variationen von Zartbitterer Versuchung

Letzte Woche war eine süße Woche. Ich habe kleine Geister Cakepops für Halloween vorbereitet und das gewonnene Schokoladenset ausprobiert, von dem ich in meinem letzten Post berichtet hab. Es hat wirklich großen Spaß gemacht. Die Schokolade ist herrlich unkompliziert gemacht und schmeckt wunderbar… oder hat wunderbar geschmeckt. Sie hat nicht lange gehalten; die Verführung war zu groß.

Schokolade zum selber machen Set

Zuerst habe ich eine kleine Inventur in meiner Speis gemacht. Womit konnte ich meine Schokolade aufhübschen? Wenn ich schon meine eigene Schokolade machen kann, möchte ich etwas Besonderes daraus machen. Es gibt wenig, was nicht mit Schokolade harmoniert. Süß und scharf, salzig und deftig, fruchtig und nussig. Ein Stückchen Zartbitter in einer Soße für gebratenes Rinderfilet oder in Chili con Carne geben den letzten Schliff, das gewisse Etwas. Und „Mole“ kommt auch nicht ohne Schokolade aus. Ich liebe diese Mischung der Aromen, unterschwellig, dezent. Man weiß nicht genau, was es ist, aber es ist da. Die Kombination aus Schokolade und Chili finde ich auch immer wieder große Klasse und himmlisch, wenn sie eine süße, fruchtige Sommererdbeere umhüllt. Ein prickeln auf den Lippen, zwischen all den süßen Aromen. Mehr muss es nicht sein.

Selbstgemachte Schokoladentaler

Ich liebe Schokolade aber auch klassisch. Nüsse, Kokos, Karamell, Früchte, Kandiertes, geröstete Nüsse, Keks, … So viele Möglichkeiten und so viele Ideen! Was beim ersten Versuch daraus geworden ist, möchte ich Euch hier zeigen und gleich ein „Dankeschön“ an den Mann bringen. Denn ohne die Liebe zu gutem Salz und Gewürzen eines sehr guten und lieben Freundes hätte ich nicht immer so tolle Gewürzsalze in meiner Küche und auch keinen Lavendelzucker oder ganz besondere Chiliflocken, die nicht nur scharf, sondern wunderbar fruchtig sind, und sehr geschmacksintensiv.

selbstgemachte Schokolade Zartbitter


ChocQlate - Eine glückliche Schokoladengewinnerin

Wenn ich Schokolade gewinnen kann, dann lasse ich mir das natürlich nicht entgehen. Ohne Schokolade geht’s nicht im Leben. Süße kleine Genuss- und Glücksmomente. Schokolade hat nicht viel Konkurrenz. Schokolade ist die Königin des süßen Genusses.  Mein Brownie "Chocolate'n Nuts", dachte ich mir, passt als Schokoidee wunderbar und ich hatte Glück! Gewonnen habe ich ein 1000 g Schokoladenset und zwei Formen, die ich mir aussuchen durfte. Vielen Dank an eine liebe Freundin, die mich auf dieses Gewinnspiel aufmerksam gemacht hat und denen, die mir ihre Stimme gegeben haben! Und natürlich ein ganz großes Dankeschön an CHOCQLATE für dieses wundervolle Päckchen!

Es war der letzte Montag, als ich die Nachricht in meinem Postfach hatte. Was für ein schöner Wochenstart! Letzten Samstag hat mich die Postbotin dann erlöst und ich hielt mein Päckchen in den Händen! Juhuuu! Es hat schon so viel Spaß gemacht, es auszupacken. Alles so hübsch verpackt, schöne Farben und ein ganz tolles Design. Irgendwie hat man das Gefühl, dass da viel Herz drin steckt und das steckt an! Wenn ich meine eigene Schokolade herstelle, werde ich auch ganz viel Herz und Liebe hineinzaubern. Das ist eh die beste Zutat in der Küche und die schmeckt man bestimmt raus. Himmlisch war der Duft, der aus meinem Päckchen kam… mmh! Schokolade ist an sich ja schon toll, aber seine eigene Schokolade zu machen, das muss doch gigantisch sein! Ein Päckchen für viel Vorfreude auf viele kleine Glücksmomente. Ich freu mich darauf, loszulegen und Rezepte zu testen. Was wird wohl meine liebste Kombination sein? Werde ich mich überhaupt entscheiden können?

Schokolade selbst machen

Schokolade zum selber machen

Die Idee, meine eigene Schokolade herstellen zu können, ist richtig schön. Es gibt wie bei allen anderen Lebensmitteln so viel Massenware und auch wenn auf der Verpackung die Zutatenliste steht, weiß man doch nie wirklich, was drin ist. Und im Hinterkopf echot der letzte Lebensmittelskandal. Der Trend, seine Lebensqualität durch hochwertige Lebensmittel zu steigern, hört zum Glück nicht auf. Selbst machen ist angesagt. Den verpackten Einheitsbrei haben wir über. Zumindest geht es mir oft so. Darum koche und backe ich auch so gerne. Ich mache meine Nudeln meistens selbst und auch mein Eis. Das heißt nicht, dass man alles andere gleich verteufeln muss, aber selbstgemacht schmeckt es doch immer am besten. Die Arbeit lohnt sich und vor allem weiß man ganz genau, was drin ist. Hier sind es genau 5 Grundzutaten: handgemahlene, nicht geröstete Kakaobohnen, Kakaopulver, Kakaobutter, Agavendicksaft und Vanille. Die Schokolade ist somit frei von Zusatzstoffen, sie ist sowohl lactosefrei als auch vegan und enthält keinen raffinierten Zucker. Die sechste Zutat ist Fantasie. Mach ich herbe oder süße Schokolade? Womit kann ich die Schokolade aufpeppen? Früchte? Nüsse? Gewürze? vielleicht Chiliflocken? Die Qual der Wahl. Ich bin selbst gespannt, was daraus wird!

Ich werde Euch auf jeden Fall mit vielen Fotos berichten! Bis dahin kann ich Euch die Homepage von CHOCQLATE empfehlen. Sie ist ganz hübsch gemacht und lädt zum Verweilen ein. Ich werde auf jeden Fall noch etwas stöbern, bevor ich selbst den Schokolöffel schwinge.

Genussvolle Grüße bis dahin und bis bald!
Eure Marion

Brownie "Chocolate 'n Nuts" - Die Geschichte einer süßen Schokosünde und kleinen Glücksgenussmomenten

Wie hieß es auf einem Plakat mal so schön? „Schokolade ist Gottes Entschuldigung für Brokkoli“. Es wäre nicht sehr nett, wenn man eine Entschuldigung nicht annehmen würde! Es musste einfach mal wieder was Süßes sein. An heißen Tagen kommt das Backen bei mir leider viel zu kurz. So gerne ich auch koche und backe, aber bei über 30°C finde ich es nicht besonders prickelnd, vor einem heißen Backofen zu stehen.

Amerikanische Brownie

Diese Brownies sind voll mit Nüssen und kleinen halbflüssigen Schokoinseln. Wenn das Blech frisch aus dem Ofen kommt, blubbern sie einem an manchen Stellen schon entgegen, wie kleine Schokovulkane. Ich kann da nicht widerstehen. Im Wasserbad hat schon die geschmolzene Kuvertüre auf mich gewartet, die ich auf die Brownies streichen wollte. Aber es kam alles anders. Ich konnte nicht widerstehen und musste den warmen Kuchen anschneiden und mir ein Stück mopsen, solange die Schokolade im Inneren noch flüssig ist und zerläuft. Dann hat mich die Kuvertüre angelächelt und so löffelte ich etwas davon über meinen Brownie und setzte dann noch ein zweites Stückchen obendrauf. Ein herrlicher Anblick von süßer Schokosünde. Mit ein wenig weißem Puderzucker oben drüber, sah es dann auch etwas unschuldiger aus.

Browniekuchen

Aber ich durfte ja noch nicht. Ich wollte meine Schokosünde erst für Euch fotografieren. Das war schon etwas gemein, wie mich die flüssige Kuvertüre die ganze Zeit über verführerisch angelächelt hat. Und sie hat letztendlich gewonnen. Ok, ich war papp satt! Es hätte kein Minzblatt mehr reingepasst. Aber das war es wert und der Brownie war als Alibi für die flüssige Schokolade sehr überzeugend.

Manchmal muss man sich so etwas Leckeres einfach gönnen und dann ist es ein kleiner Glücksmoment. Wenn es im Haus nach frisch gebackenem Kuchen und Schokolade duftet, wundert sich mein Herr Eheschatz auch nicht, dass ich bis über beide Ohren grinse.

Brownie mit geschmolzener Schokolade und Nüssen

Die Brownies machen sich aber nicht nur frisch aus dem Ofen ausgezeichnet. Sie sind schnell gemacht und halten sich in einer Tupper auch ein paar Tage, ohne trocken zu werden. Ich mach sie gerne nach Festtagen, wenn viel Schokolade übrig geblieben ist. Neben Schokodrops kann man nämlich so ziemlich alles unter den Teig mischen. Da brauche ich dann gerne Osterhasen, – Eier und Nikoläuse oder den Rest einer Schachtel Pralinen auf. Natürlich ergeben aber Schokodrops die schönsten Schokoinseln.

Das Buch aus dem das ursprüngliche Rezept stammt, habe ich schon gute zehn Jahre. Als gerade Muffins modern wurden, gab es das mit einem 6er Muffinblech im Buchladen. Ich glaube, es war sogar mein erstes eigenes Backbuch und eine meiner ersten Backformen. Die Rezepte in diesem Buch sind Klassiker und ich nehme es immer wieder gerne zur Hand. Darf ich also vorstellen? „Amerikanische Brownies“.

Brownie-Zutaten

REZEPT

Zutaten:
250 g feiner Backzucker
180 g Mehl
130 g herbes Kakaopulver
½ TL Rosensalz (oder normales)
½ TL Backpulver
150 g zerlassene Butter
4 Eier
Vanillemark (von einer Schote)
200 g Schokoladenchips oder Tropfen. Zartbitter, Vollmilch, Weiß oder gemischt, ganz nach Geschmack
100 g gehackte Walnusskerne (oder andere Nüsse)

Puderzucker zum Bestreuen oder Kuvertüre (ca. 250 g) zum Glasieren.

Bereitet ein Backblech von ungefähr 32 x 22 cm vor, indem Ihr es mit Backpapier auslegt. Wenn Ihr ein größeres verwendet, wird der Teig natürlich dünner und Ihr müsst die Backzeit reduzieren.

Röstet die Nüsse in einer Pfanne ohne zusätzliches Fett, bis sie duften und lasst sie dann abkühlen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Es werden zwei Schüsseln benötigt. Eine für die trockenen Zutaten und eine für die Feuchten. Nehmt für die Trockenen eine größere Schüssel, denn es kommt dann noch die flüssige Mischung dazu.

Siebt also Mehl und Kakao in eine Rührschüssel, gebt Zucker, Salz und Backpulver dazu und mischt alles gut durch. In einer zweiten Schüssel versprudelt Ihr die zerlassene Butter, die Eier und das Vanillemark mit einem Schneebesen. Die Butter darf nicht heiß sein, sonst stocken die Eier! Um mir einen extra Topf zu sparen, verwende ich für die flüssigen Zutaten eine Schüssel, die mikrowellengeeignet ist. Darin schmelze ich die Butter, bis sie gerade flüssig ist und gebe dann die restlichen Zutaten dazu.

Gebt die flüssige Mischung zu der Trockenen und verrührt beides nur so lange, bis alles gerade vermengt ist. Kleinere Klumpen stören nicht. Hebt Schokochips und Nüsse unter den Teig und verteilt Ihn dann gleichmäßig auf dem Backblech.

Beim Backen verwende ich Ober-/Unterhitze lieber als Umluft. Bei 180°C 25 – 30 Minuten backen.

Wenn Ihr geduldiger seid als ich, hebt Ihr den Kuchen mit dem Backpapier aus dem Blech und lasst ihn auf einem Kuchengitter abkühlen. Währenddessen könnt Ihr die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Wie Ihr weiter vorgehen wollt, liegt ganz bei Euch. Ihr könnt den gesamten Kuchen bestreichen bzw. bestäuben oder ihn vorher in Brownies schneiden und diese dann sogar komplett in Kuvertüre tauchen, dann werdet Ihr aber mehr davon brauchen.

Lauwarmer Brownie mit geschmolzener Schokolade

Ich wünsche Euch kleine glückliche Genussmomente!
Eure Marion


Heißes für die kalten Tage: Dreierlei Tassen-Schokolade am Stiel

Nachdem der Winter doch noch so schön weiß zurückgekommen ist, gibt’s von mir noch kleine Seelenschmeichler zum Einmummeln. Mit einer Tasse heißer Schokolade in der Hand den gezuckerten Garten anschauen, das hat doch was.

heiße Trinkschokolade

Man macht sich einfach eine große Tasse mit guter Milch heiß und löst dann darin eine Trinkschokolade auf und genießt. Die kann man natürlich für sich selbst herstellen, aber die kleinen Tassenschokoladen am Stiel sind auch charmante Mitbringsel und ein kleines Dankeschön für eine Einladung. Ich bin mir sicher, dass die jedes Herz erwärmen. Ihr könnt unzählige Varianten probieren und auf die Schokolade packen, was euch gerade gefällt. Auch Dinge, die sich in der heißen Milch nicht auflösen, machen Spaß und geben Geschmack ab. Man fischt sie dann einfach mit dem Löffel heraus und isst sie so.

Bei mir fanden endlich mal meine Mini-Cupcakebleche ihren ersten Einsatz. Ich hab die Mulden mit den passenden Papierförmchen ausgelegt. Das geht schnell und sauber und die Größe ist ideal. Außerdem braucht ihr noch etwas, das ihr in die Schokolade stecken könnt. Ich habe Trinkhalme und Essstäbchen verwendet. Diese Einwegholzstäbchen, die man immer mitbekommt, wenn man sich Sushi holt. Die Trinkhalme finde ich einfach nur hübsch und die Roten erinnern mich an Zuckerstangen. Außerdem sind sie unheimlich praktisch, weil man ja gleich mit ihnen trinken kann. Dann verbrennt man sich auch die Schnute nicht so, wenn man so ungeduldig ist wie ich.

Drei Sorten heiße Tassen-Schokolade am Stiel

Meine Varianten : Zartbitterschokolade mit kandierter Ananas, Zartbitterschokolade mit Marshmellow und weiße Schokolade mit Candy

Ihr könnt die Schokolade direkt würzen (z.B. mit etwas Zimt oder Chili) oder wie ich es hier gemacht hab, einfach etwas oben darüber geben. Seid einfach ein wenig kreativ.

REZEPT

Mini-Cupcakebleche
Papierförmchen für Mini-Cupcakes
Zartbitterkuvertüre, gehackt oder in Drops
weiße Kuvertüre, gehackt oder in Drops
Stückchen von kandierter Ananas
kleinere Marshmellows
gestreifte Zuckerstangen oder bunt gestreifte Bonbons
Trinkhalme
Holzstäbchen

Statt Kuvertüre könnt ihr auch jede andere Schokolade nehmen. Mir persönlich schmeckt sie einfach am besten, aber es sollte auch eine gute Qualität sein.

Das richtige Temperieren von Schokolade ist für mich immer wieder eine neue Herausforderung. Ich hab leider kein geeignetes Thermometer, aber das steht weit oben auf meiner Wunschliste. Eine liebe Bekannte hat mir mal eine Methode erklärt, nach der ich die Schokolade schmelze. Bis jetzt ist die Trefferquote recht hoch. Allerdings muss ich eingestehen, dass ich dem Halten der Temperatur so meine Schwierigkeiten habe. Also üben, üben, üben!

weiße Trinkschokolade mit Zuckerstange am Stiel

Bereitet als erstes das Topping vor. Die kandierte Ananas in kleine Stücke schneiden, die Bonbons oder Zuckerstangen in einen Gefrierbeutel geben und mit etwas schwerem grob zerstoßen. Der Stößel des Mörsers, Pfanne oder Fleischklopfer. Die Marshmellows solltet ihr gleich von unten auf die Trinkhalme schieben, weil sie eine klebrige Spur hinterlassen. Schiebt sie nur so weit hoch wie notwendig.

Stellt für die Schokolade ein Wasserbad mit einer passenden Metallschüssel auf. Gebt ungefähr 2/3 der dunklen Kuvertüre hinein und schmelzt sie langsam auf mittlerer Hitze, rührt immer wieder mal um. Wenn sie schön flüssig ist und alles geschmolzen, dann nehmt den Topf von der Hitze und gebt das restliche 1/3 an Schokolade dazu und rührt es unter, bis sich diese ebenfalls aufgelöst hat. Durch dieses Impfen kühlt die Schokolade ab. Jetzt ist es wichtig den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, damit sie hinterher schön glänzt. Tippt mit dem Finger in die Schokolade und dann die Schokolade an eure Lippen. Ihr solltet keine Temperatur spüren. Weder warm noch kalt. Die Schokolade müsste dann passen und am Rand der Metallschüssel fängt sie vielleicht auch schon an etwas anzuziehen. Mit einer Messerspitze oder einer Teigkarte kann man einen weiteren Test machen. Eine kleine Spitze in die Schokolade tauchen und abwarten wie die dünne Schicht anzieht und ob sie schön glänzt.

Selbstgemachte heiße Trinkschokolade am Stiel

Dann gießt die Schokolade in eure vorbereiteten Förmchen. Fang am besten mit den Marshmellows an. Die eigenen sich für den Anfang hervorragend, weil sie nicht umfallen können, wenn die Schokolade noch nicht angezogen ist. Für die anderen Trinkhalme muss die Schokolade unter Umständen etwas anziehen, damit der Trinkhalm nicht umfällt. Wobei die sehr leicht sind. Das Problem mit dem Umfallen hatte ich eher mit den Sushi Stäbchen. Wenn dann überall ein Trinkhalm drin ist, dann kann das Topping auf der Schokolade verteilt werden. Dasselbe Spiel mit der weißen Schokolade. Dann muss alles nur noch auskühlen und fest werden, aber bitte nicht in den Kühlschrank damit. Eine kühle Speis ist perfekt.

Wenn die Tassenschokoladen fest sind, könnt Ihr die Papierförmchen vorsichtig abziehen und sie verpacken.

Dreierlei heiße Trinkschokolade zum Verschenken

Heiße Trinkschokolade

Ich werde mir eine heiße Schokolade machen und die schöne Schneedecke im Garten beobachten, während ich sie genieße. Euch wünsche ich viel Spaß bei der Herstellung, beim Verschenken und selbst genießen.

Auf einen schönen Winter, der endlich da ist! Eure Marion



Fein und hübsch: Mango Parfait mit Pistazien-Kokoskrunch und blauen Kornblumen

Manche mögen Eis nur im Sommer. Das kann ich gar nicht verstehen. Eis geht immer und so viel anders ist ein Parfait auch nicht. Natürlich mag man je nach Saison mal das eine lieber und mal das andere. So mag ich im Sommer lieber die frischen, fruchtigen Aromen und im Winter die deftige, kuschelige Schoko, Nuss, Maronenvariante. Das Mango Parfait in dieser Variante ist aber mein persönlicher Klassiker und ich liebe es wirklich sehr. Vor allem mit der ganzen Weihnachts- und Sylvesterschlemmerei ist etwas, was so frisch und fruchtig daher kommt, eine schöne Ergänzung. Kokos passt wunderbar zu Mango, das macht das ganze leicht exotisch und die Pistazien machen sich nicht nur farblich gut, sondern sorgen für die nussige Komponente.

Ein feiner und hübscher Genuss

Kornblumen von madavanilla

Ich greife gerne auf Nachspeisen zurück, die man schon am Vortag oder noch eher vorbereiten kann. Das nimmt einem viel Stress und man hat den Kopf wieder frei für die leckeren Dinge, mit denen man seine Gäste verwöhnen möchte. Man kann es auch gut mitbringen, wenn die Fahrt nicht allzu lange dauert. Es soll ja schließlich „halb gefroren“ sein und darf ruhig wieder etwas antauen.


Zuerst richte ich die Form her, in der die Masse später eingefüllt wird. Ich verwende eine Rehrückenform. Normalerweise lege ich diese immer mit Frischhaltefolie aus, was immer super geklappt hat. Nur leider sah dann die Oberfläche ziemlich verknittert aus. Da ich gelesen habe, dass es auch ohne gehen soll, indem man die Form dann nur leicht anwärmt, hatte ich es ohne probiert. Leider mit mäßigem Erfolg. Das Parfait wollte nicht aus der Form kommen und als es dann doch schließlich raus kam, ist mir die Oberfläche total zerlaufen. Ich schätze, ich hatte zu wenig Geduld und hab es mit dem Anwärmen übertrieben. Ich werde also wieder auf meine alt bewährte Methode zurückgreifen und hab lieber eine etwas zerknitterte Oberfläche. Wenn mir danach ist, probiere ich es vielleicht mal wieder. Ich stelle mir nämlich kleine Gugelhüpfle-Parfaits auch sehr hübsch vor.

REZEPT

Zutaten:
60g Pistazien
3 EL Kokosraspel
1 Mango (120g bis 200g Püree)
etwas Zitronensaft
3 Eigelbe
125g feiner Zucker
2 EL kaltes Wasser
300g Creme Fraiche
200g Sahne

Die Pistazien röste ich kurz ohne zusätzliches Fett in der Pfanne auf mittlerer Hitze an. Ich möchte sie aber nicht braun werden lassen, damit sie ihre schöne Farbe nicht verlieren. Es soll nur das schöne Aroma herausgekitzelt werden. Dann zerhacke ich sie grob in der Küchenmaschine. Um die Kokosraspel anzurösten, reicht die Resthitze in der Pfanne. Also schaltet den Herd ruhig aus. Röstet die Raspeln kurz an. Auch hier will ich nur das Aroma herauskitzeln und versuche, sie nicht viel Farbe bekommen zu lassen. Dann werden Pistazien und die Kokosraspel miteinander vermischt und dürfen abkühlen.

Mischung aus gerösteten Pistazien und Kokosraspeln

Als nächstes stelle ich das Fruchtpüree her. Dafür muss die Mango nur geschält werden, dann wird das Fruchtfleisch vom Kern herunter in grobe Stücke geschnitten. Diese werden mit etwas Zitronensaft fein püriert. Übriges Fruchtpüree kann man übrigens sehr gut einfrieren oder man rührt es unter einen Joghurt oder Quark zum Frühstück.

Hier kann man variieren. Anstelle der Mango kann man auch anderes Obst verwenden. Es sollten aber keine Kerne drin sein, also streicht Früchte wie Himbeeren am besten durch ein Sieb.

Mangopürre

Für die Creme stelle ich zuerst einen kleinen Topf mit ungefähr 1/3 Wasser auf und lasse das heiß werden. Nicht kochen, nur gut dampfen und vor sich hin sieden. Die Eier trenne ich und gebe die Eigelbe in die Schüssel, in der ich die Creme über dem Wasserbad aufschlage. Dafür eignet sich eine runde Metallschüssel gut, die keinen Boden hat und keine Ecken. Die Eiweiße kann man übrigens sehr gut in einer kleinen Plastikdose einfrieren, um sie ein andermal für Baiser, Eischnee, Makronen und dergleichen zu verwenden. Zu den Eigelben gebe ich nun den Zucker und das Wasser. Wenn ihr variieren möchtet und der Masse ein anderes Aroma geben wollt, könnt ihr das Wasser auch durch Saft, Likör oder Schnaps ersetzen. Die Schüssel stellt man nun auf den Topf mit dem leicht siedenden Wasser und schlägt die Zutaten mit dem Schneebesen so lange auf, bis daraus eine schöne, helle und dickcremige Masse geworden ist. Die Schüssel wird dann sofort vom Topf genommen, damit die Creme keine weitere Hitze bekommt.

Parfaitcreme

Jetzt wird das Mangopüree und die Creme Fraiche gut untergerührt. Aber rührt die Creme Fraiche zuerst in einer anderen Schüssel glatt, dann lässt sie sich besser unterrühren. Zuletzt wird nur noch die Sahne steif geschlagen und vorsichtig unter die Creme gehoben.

Die Parfaitmasse kann jetzt in die Form gefüllt werden. Da ich das Parfait nach dem Stürzen mit den schönen blauen Kornblumenblüten verzieren wollte, habe ich auf den Boden der Form kein Pistazien-Kokos gegeben, sondern ungefähr die Hälfte der Masse eingefüllt und dann eine Schicht der Krunchmischung aufgestreut. Wer ganz akkurat arbeiten möchte, kann das Mango Parfait an dieser Stelle kurz in den Gefrierschrank stellen und anfrieren lassen. Wenn man dann den zweiten Teil der Masse einfüllt, bleibt die Schicht schön erhalten. Ich habe es ohne Zwischenfrieren versucht und war anfangs nicht vorsichtig genug, darum hab ich diese schwungvolle Kurve in meinem Parfait, aber der Rest passt. Zum Schluss habe ich die restliche Pistazien-Kokosmischung aufgestreut und sanft festgedrückt. So kann die leckere Masse in den Gefrierschrank und darf über Nacht gut durchfrieren.
Holt es ein paar Minuten, bevor ihr es servieren wollt aus dem Gefrierschrank. Stürzt die Form auf einen schönen Teller und zieht die Frischhaltefolie ab. Das Parfait soll ein wenig antauen. Die Kornblumenblüten bleiben so besser haften, wenn man sie darüber streut und das Parfait lässt sich leichter schneiden und essen, aber vor allem schmeckt es auch besser, wenn es schneller im Mund schmilzt. Himmlisch wird es dann in Kombination mit den Pistazien und dem Kokos zum Knuspern.

Leckeres Parfait aus Mango mit Pistazien, Kokos und Kornblumen

Viel Freude beim Nachmachen, Schüssel auslecken und Genießen! Eure Marion



Ich liebe Eis!

Es muss schon viel passieren, damit mir die Lust auf Eis vergeht. Egal ob Sommer oder Winter, es ist einfach lecker. So eine Aktion, wie sie EDEKA ins Leben gerufen hat, kommt für Schleckermäulchen wie mich gerade recht.

Natürlich habe ich auch mein eigenes Eis kreiert. Das war gar nicht so einfach. Die Qual der Wahl aus vielen leckeren Zutaten und nahezu unbegrenzten Kombinationsmöglichkeiten. Ich wollte Sommer, Süße, Frucht, Edel, Liebe und Leidenschaft. Herausgekommen ist eine Basis aus feiner Zabaione, durchzogen mit fruchtig, süßen Himbeeren und einem dekorativen, schicken goldenen Überzug.

So sieht das Ergebnis aus:


Die 7 Eiskreationen mit den meisten Stimmen treten vor der Jury an. Wenn euch meine Eiskreation gefällt, dann stimmt bitte, mit einem Klick auf den untenstehenden Link, für mich ab und voted meine Kreation zum Sommer-Eis 2013!

(Link ist nicht mehr aktiv)

Eine schöne genussreiche Zeit Euch allen!



Fluffige Dampfnudeln mit Vanillesoße mit etwas Hilfe von der Oma Eberhofer

„Dampfnuadla hamm mir gesdern g’habt, Dampfnuadla hamm mir heid, Dampfnuadla hamm mir jed’n Doag, weil's uns so g‘freid ‘!“.



Ja, Dampfnudeln san a Freid! Das wusste schon das schöne altbayerische Volkslied. Dampfnudeln sind jedoch nicht mit Germknödel oder gar Rohrnudeln zu verwechseln. Da gibt’s schon klare Definitionen vom heimischen Herd aus auch wenn das, besonders zu meinem Leidwesen, sogar hier in meiner Wahlheimat Landshut, auf dem selbigen Christkindlmarkt, recht großzügig unter einen Hut gekehrt wird. Tatsache ist aber, eine Dampfnudel ist eine Dampfnudel und ein Germknödel ist ein Germknödel. Der Unterschied ist klar: Eine Dampfnudel ist eine luftig lockere, in Milchdampf aufgegangene Wolke. Pur quasi. Sie wird mit Zimtzucker veredelt und schwimmt in Vanillesoß', die dieselbe schöne cremige Konsistenz hat, wie Eierlikör. Der Germknödel hingegen, zwar genauso luftig und in Vanillesoße badend hingegen, ist mit Zwetschgenmus gefüllt und bekommt Mohn aufs Köpfle gestreut. Punkt und aus. Die Frage „Wolln S‘ a Dampfnudl mit oda ohne Füllung?“ zieht mir daher schon arg die Fußnägel hoch. Da kenn ich keinen Spaß! Ja wo san mir denn? Und Rohrnudeln, ja die werden nicht in Milch gedämpft, die werden offen im Ofen gebacken, so dass sie eine schöne braune Kruste bekommen. Ganz was anderes, also. Ganz andere Baustelle.

Rezept Dampfnudel mit Vanillesoße

Zu Hause gab’s bei mir immer Rohrnudeln, weil ich mich an das Dämpfen nie so recht herangetraut hab. Und so hab ich mich schon immer auf den Christkindlmarkt gefreut, weil ich da eeendlich mal wieder eine Dampfnudel bekomm! Ja mei, nach einer einjährigen Abstinenz muss man halt diese Unwissenheit über sich ergehen lassen. Hauptsache es schwimmt hinterher eine schöne Dampfnudel mit Zimtzucker in einer Vanillesoß’. Aber jetzt, jetzt hab ich ein Rezept! Und es ist göttlich! Da kann jede Christkindlmarktbude einpacken! Und woher ich das hab? Ich bin ja bekennende Sammlerin von Koch- und Backbüchern, -heften und Rezepten jeder Art. Dieses Rezept hat aber einen ganz anderen Ursprung, einen an den ich nie gedacht hätte! Ein Krimi. Genauer gesagt die Provinzkrimireihe von Rita Falk. Zum Schreien komisch und unbedingt zu empfehlen! Die Hauptperson ist ja der Franz. Franz Eberhofer. Er ist der Dorfgendarm in Niederkaltenkirchen. Das Dorf ist erfunden und trotzdem tausendfach vorhanden, denn jedes x-beliebige Dorf tickt so. So die Autorin. Und es spielt in der Nähe von Landshut. Was für mich als zugereiste Landshuterin schon Spaß macht. Für meine Küche ist die Hauptperson aber Franzls Oma. Die Oma Eberhofer. Die bekocht ihren Franzl nämlich gut und sämtliche Rezepte „aus dem Kochbuch von der Oma, anno 1937“ finden sich im Anschluss an die Geschichte. So eben auch die Grundlage für folgendes – mein neues – Dampfnudelrezept. Die einzige Abwandlung; ich hab es etwas weniger süß gemacht. Viel Spaß damit! Es ist schwelgen in Genuss pur.

Rezept für Dampfnudel mit Vanillesoße

REZEPT:

Dampfnudeln:
30g Butter
½ Würfel frische Hefe (Zimmertemperatur)
1/8 l und etwas lauwarme Milch
1 Ei (Zimmertemperatur)
1 EL Zucker
etwas Salz
250g Mehl

Den Ofen auf 50°C aufheizen, eine Metallschüssel darin wärmen, sowie ein sauberes Geschirrtuch.

Die Butter in einem kleinen Topf zergehen lassen. Hefe in etwas lauwarme Milch bröckeln und darin auflösen. Die lauwarme Milch, Ei, Salz, Zucker und die Hefemilch zu der zerlassenen (nicht heißen) Butter geben und miteinander versprudeln. Das Mehl in die vorgewärmte Schüssel sieben und mit der flüssigen Mischung verrühren und den Teig so lange Schlagen bis er Blasen wirft und sich vom Löffel (für Tapfere) oder vom Rührer löst. Er hat eine zähflüssige Konsistenz. Die Schüssel mit dem warmen Geschirrtuch abdecken, in den Ofen stellen, diesen abschalten und darin gute 2 Stunden gehen lassen. Gut Ding will Weile haben.

Die Schüssel muss jetzt aus dem Warmen, die arme, aber das Geschirrtuch darf drin bleiben. Wenn der Ofen schon zu abgekühlt ist, nochmal kurz anstellen.

Mit einem bemehlten Esslöffel werden nun Nocken abgestochen und bemehlten Händen rund geformt. Diese kleinen Kissen legt man auf ein bemehltes Holzbrett und deckt sie wieder für eine Stunde mit dem warmen Geschirrtuch ab. (Während dieser Wartezeit kann man sich der Vanillesoße widmen.)

In eine ausreichend große Pfanne kommt ein großes Stück Butter, etwas Zucker und so viel Milch, dass der Boden gut bedeckt ist. Das wird sachte aufgekocht und die Teiglinge werden hineingelegt und der Deckel aufgesetzt. Um diesen herum schlägt man 1 - 2 feuchte Geschirrtücher, damit kein Dampf entweichen kann.

Die Nudeln werden so lange gedämpft, bis die Milch aufgebraucht ist. Sie fangen dann leise zu prasseln an. Das dauert ungefähr eine viertel Stunde.

Dampfnudeln aus der Pfanne

Vanillesoße:
¾ l Milch
Mark einer Vanilleschote und
die ausgekratzte Schote
100 g Zucker
4 Eigelbe
1 ½ EL Mehl
3 EL Milch

Eigelb, Mehl und die 3 EL Milch in einem Topf versprudeln. In einem anderen Topf Milch, Vanille und Zucker unter Rühren aufkochen. Die Vanillemilch langsam zu der Eimischung rühren und unter leichter Hitzezufuhr so lange rühren, bis die Soße leicht eindickt. Perfekt ist sie, wenn sie dieselbe cremige Konsistenz wie Eierlikör hat. Sollte sie zu dick werden, kann man auch nochmal einen Schuss Milch hinzugeben. Dickt sie nicht an, etwas mehr Hitze zugeben.

Jetzt wird zusammengeführt, was zusammen gehört und mit Zimtzucker (Zucker mit Zimt gemischt) gekrönt.

Dampfnudeln isst man übrigens mit dem Löffel. Mehr Werkzeug braucht's nicht für diese fluffigen, lockeren Wolkenküsse. Einfach ein süßer Genuss!
Eure Marion



verdammt gute Karamellcupcakes

Auf einmal waren sie da, diese kleinen Sündereien. In meiner Küche feierte der Cupcake mit dieser leckeren Variante sein Debüt. Er ist jede Sünde wert und hält sich im Kühlschrank auch sehr gut frisch. Schön zum Vorbereiten. Also genießen wir etwas höllisch Gutes und hoffen trotzdem in den Himmel zu kommen!


Wart ihr schon mal in London? Eine ganz wundervolle Stadt, kann ich euch sagen. Voller Inspiration, trotzdem "echt" und bodenständig und mit ganz tollen, freundlichen, individuellen Menschen. In London kam ich auch in den Genuss meines ersten Cupcakes. Überhaupt kann man in dieser Stadt gut essen. Da tut es gut zu Fuß unterwegs zu sein. Es war leider nicht dieser hier, wenn ich auch das Originalrezept aus London mitgebracht habe. Dieses Rezept habe ich etwas auf unseren Geschmack "eingedeutscht". Also keine Scheu, sondern rühren, backen und in Genuss schwelgen!

REZEPT
(24 Stück)

Dulce de leche:
1 Dose gezuckerte Kondensmilch

Ich habe ein russisches Produkt mit 397g verwendet, weil das die einzige bereits gezuckerte Kondensmilch war. Die ganze Dose geschlossen für ca. 3 Stunden kochen. Mehr nicht! Die Dose muss mit Wasser bedeckt sein und der Topf somit groß genug. Feines Karamell, ganz einfach hergestellt.

Frosting:
100g doppelrahm Frischkäse
(ich schwöre auf Philadelphia)
100g weiche Butter
250g Puderzucker
60 dulce de leche

Den Frischkäse in eine eigene Schüssel geben, glatt rühren und auf höchster Stufe richtig aufschlagen. In einer weiteren Schüssel die Butter cremig rühren, Puderzucker dazusieben und miteinander hell und cremig schlagen. Hier könnt ihr euch austoben solange es die Geduld erlaubt. Schlagen, Schlagen auf höchster Rührstufe, das macht das Frosting schön fluffig und nicht so schwer. Dann kommt die dulce de leche dazu, die ebenfalls gut untergerührt werden muss und es darf ruhig wieder richtig aufgeschlagen werden. Jetzt darf auch der aufgeschlagene Frischkäse auf niedrigster Stufe untergerührt werden, nur bitte nicht zu lange, sonst trennt sich die Creme wieder und das wäre viel zu schade.

Teig:
290g Datteln, entsteint und krümelig gehackt
145g geröstete und fein gehackte Walnüsse
Mark von 2 Vanilleschoten
130g weiche Butter
240g brauner Zucker
290g Mehl
1 1/2 TL Natron
1 Packung Backpulver
1 Prise Salz
3 große Eier

Damit der Teig nicht so lange Zeit zum Quellen hat, ist es ratsam die Backform zuerst mit Papierförmchen auszulegen, bzw. zu buttern und auszustreuen, bevor man ihn zubereitet.

Da man zwei Schüsseln braucht, beginne ich damit, die Mehlmischung herzustellen. So wird also in einer Schüssel Mehl, Salz, Natron und Backpulver gründlich gemischt und in die zweite Schüssel gesiebt. Somit ist die erste wieder frei. Darin die Butter glatt rühren und mit dem Zucker und dem Mark der Vanille cremig aufschlagen. Langes schlagen auf höchster Rührstufe macht den Teig fluffig. Die Eier in einer Tasse aufschlagen und miteinander leicht anquirrlen. Diese dann laaangsam in die Buttercreme rühren, auf niedrigster Stufe. Gibt man die Eier zu schnell in die Creme, gerinnt die Masse. Sollte das passieren, gibt man 2-3 EL der Mehlmischung dazu. Darauf achten, dass die Eier gut eingearbeitet sind. Ist die Eiermasse schön homogen, kann man sie nochmals auf höchster Rührstufe kräftig aufschlagen..
Jetzt werden Datteln und Walnüsse gründlich untergehoben. Bitte nur unterheben, nicht rühren. Sonst werden die Datteln zu Brei. Zum Schluss das Mehl dazusieben und ebenfalls kurz unterheben. Gerade so, dass alles feucht ist und keine Mehlklumpen im Teig sind.

Die Förmchen zu 2/3 mit Teig befüllen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober- /Unterhitze 15-20 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie golbraun sind und wenn die sie Stäbchenprobe bestehen.

Lasst die Küchlein in der Form ca. 15 Minuten abkühlen bevor ihr sie aus der Form holt und sie auf einem Kuchengitter auskühlen lasst.


Mit einem Kugelausstecher wird nun ein kleines Loch aus den Küchlein ausgestochen, in die die übrige dulce de leche gefüllt wird. Die ausgehölte Kappe kann wieder aufgesetzt werden, auch wenn sie etwas über steht. Nun kann das Frosting aus dem Kühlschrank und mit Hilfe eines Spritzbeutels und Tülle, nach eurem Geschmack, werden aus Muffins Cupcakes.


Fröhliches Genießen!