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Einfach lecker - Ofensauerkraut nach Tim Mälzer

Kochen und Backen hat mir schon relativ früh großen Spaß gemacht. Das waren zu dieser Zeit natürlich noch keine großen Sprünge, aber Kochsendungen habe ich schon immer geliebt. Grundlegendes habe ich von meiner Mama gelernt, der besten Mama von allen. Aber auch aus "meinen" Kochsendungen konnte ich mir das Eine oder Andere abschauen und nachmachen. Von "Schmeckt nicht, gibt's nicht" mit Tim Mälzer, konnte ich nicht genug bekommen. Ein Koch, der es mir ganz besonders angetan hat und den ich auch nach wie vor sehr schätze. Mir hat es schon immer gefallen, dass er ‚normal‘ kocht. Ohne Schnick Schnack, aber mit einer gewissen Portion ‚Rotzigkeit‘, wie er es nennt. Es ist eine sehr leckere, ehrliche und gute Küche, durchaus auch für jeden Tag und so, wie man einfach gerne isst und wie es schmeckt. 

Tim Mälzers Heimat

Sein neues Buch „Heimat“ ist rundum gelungen. Und ich bin richtig happy, dass ich es bei einer Autogrammstunde von ihm signiert bekam. Er ist ein wirklich sehr netter und freundlicher Mensch. Das Buch ist großartig! Wirklich toll geworden und sehr gelungen. Es hält das, was der Titel verspricht; klassische und bodenständige Rezepte, von denen Tim den Staub abgewischt und sie neu, leichter und lecker interpretiert hat. Auch die Geschichten drum herum sind so schön geschrieben. Das Buch macht einfach Lust. Lust auf gute Küche und Heimat.

Sauerkraut aus dem Ofen nach Tim Mälzer

Ein Rezept, das mir gleich ins Auge gesprungen ist, obwohl es so einfach ist, ist das Ofensauerkraut. Vielleicht rümpft Ihr jetzt die Nase „was ist an Sauerkraut so toll?“. Aber bei uns isst man Sauerkraut doch recht oft z.B. zu Schweinsbraten, Bratwürstl, in Krautschupfnudeln oder auch in Krautkrapfen. Diese Sauerkrautvariante ist jedenfalls richtig lecker. Man kann es sehr gut auf Vorrat machen und portioniert einfrieren. Wie Tim auch schon in seinem Buch schreibt, schmeckt es auch einfach nur mit Kartoffelbrei sehr gut.

Kümmelsaat

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht selbst ein Rezept von Tim Mälzer etwas abändern würde. Nur etwas. Ich mag zum Beispiel keine ganzen Kümmelkörner und habe diese deshalb gemörsert. Auch mache ich alles gleich im selben Bräter. So bleibt das komplette Aroma des gerösteten Kümmels im Gericht und ich spare mir vor allem weiteres Geschirr. Mein Sauerkraut habe ich zudem auf dem Bauernmarkt gekauft, an einem der Gemüsestände. Dort einzukaufen ist eine Wucht und macht richtig Lust auf das frische, bunte und knackige Saisongemüse. Sie stellen auch ihr Sauerkraut selbst her und so stand für mich außer Frage, es dort zu kaufen. Da ich es in Pfundbeuteln bekomme, habe ich die Rezeptzutaten etwas hochgerechnet; von 1,7 kg (2 Dosen) auf 2 kg Sauerkraut.

Beurre Manié

Soßen sind in der Küche natürlich immer wieder ein Thema. Eine gute Soße ist ein Traum. Leider bin ich keine Soßenfee, das muss ich eingestehen und so greife ich im Alltag gerne hin und wieder zu einer Art von Soßenbinder. Oft fehlt sowohl Zeit als auch Muse, um eine Soße lange einreduzieren zu lassen und da denke ich mir, wie man bei uns so schön sagt ‚“da braucht man nicht päpstlicher sein als der Papst“. Es ist frisch gekocht – so what? Aber auch ich habe mich weiter entwickelt und auf die beurre manié mag ich nicht mehr verzichten. Auch ein Soßenbinder und vielleicht etwas „old school“, aber immerhin ein selbst gemachter. Schon alleine, damit ich künftig hierauf verweisen kann, bekommt diese Kleinigkeit einen Platz auf meinem Blog.

Mehlbutter Soßenbinder

Die „beurre manié“ ist eigentlich nichts Besonderes. Viele kennen die Mehlbutter bestimmt.  Sie eignet sich zum Andicken und Binden von (hauptsächlich) hellen Soßen und Suppen. Dunkle Soßen werden etwas heller, je nach Mengenverhältnis. Ich friere sie in pralinengroße Stücke ein und habe so meinen Soßenbinder immer portioniert parat, direkt aus der TK. Sie bringt einen feinen und zarten Geschmack in die Soße und lässt diese dabei überhaupt nicht nach Mehl schmecken. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie auch nicht klumpt. Man kann sie direkt aus der Tiefkühltruhe verwenden, indem man sie einfach einrührt.

Soßenbinder

Winterwunderland Guglhupf - Mein Glühweinkuchen

Die liebe Andrea Zuckerschnecke von Mamas Liebe süß und salzig hatte die schöne Idee dieses Jahr einen Adventskalender zu machen und mich eingeladen eines Ihrer Türchen zu sein. Da guter Besuch natürlich nicht mit leeren Händen kommt, habe ich Ihr ein feines Rezept mitgebracht: Meinen Glühweinkuchen. Er hätte schon längst einen Platz auf meinem Blog verdient, denn in meiner Genussküche zu Hause backe ich diesen Kuchen schon, seit ich mit Backen angefangen habe. Ich mag diesen Kuchen sehr gerne, weil er so schön locker ist und mich noch nie enttäuscht hat. Er ist immer lecker und dankbar, wie ein Rührkuchen einfach ist. Es muss nicht immer Torte oder Cupcake sein. Der Glühweinkuchen bäckt sich schön in meiner geliebten Guglhupfform, aber natürlich auch in einer Kastenform und auch als „Kuchen im Glas“ habe ich ihn zu Weihnachten schon verschenkt.

Rotweinkuchen Rezept

Rotweinkuchen mit Schokostreusel

Eigentlich wollte ich ein Plätzchenrezept beisteuern oder mich an Baumkuchen versuchen. Aber wie auch letztes Jahr, komme ich überhaupt nicht recht in Weihnachtsstimmung. Es ist inzwischen zwar eisig kalt und wir waren auch schon einmal auf dem Christkindlesmarkt, aber es ist immer noch mehr herbstlich als winterlich. Ganz zu schweigen von „Winterwunderland“. Und Plätzchen backen ohne Weihnachtsstimmung funktioniert nicht recht. Dennoch habe ich wie jedes Jahr sämtliche Rezepthefte auf der Suche nach den Plätzchen, die es dieses Jahr werden sollen, durchstöbert. Ich beschränke mich auf drei  oder vier Sorten, denn mehr wird eh nicht gegessen. Da geht mir so ein Kuchen wesentlich leichter von der Hand und der ist auch immer schnell wieder weg.

Passend zur Adventszeit, habe ich meinen Glühweingugl mit etwas Goldpuder und Christbäumen aus Eiweiß-Spritzglasur („Royal Icing“) herausgeputzt. Diese Zuckermasse kann man in unterschiedlichen Konsistenzen anrühren, je nachdem ob man Zuckerblumen, Konturen oder eine Glasur möchte. Dann kann man sich mit Spritzbeutel und Tülle austoben und es anschließend einfach lufttrocknen lassen. Neben Einfrieren, eine praktische Möglichkeit übriges Eiweiß aufzubrauchen, und immer etwas Deko auf Vorrat parat zu haben. Goldpuder bekommt man bei den üblichen Versandadressen für Hobbybäckerbedarf.

Der Glühweinkuchen passt übrigens nicht nur zur Weihnachtszeit. Als Rotweinkuchen kann man ihn mit Rotwein das ganze Jahr über machen. Nach Geschmack mit etwas Zimt ergänzt. Wer lieber auf Alkohol verzichten möchte, nimmt einfach Kinderpunsch.

Glühweinkuchen mit Goldstaub und Baisertannen

Hübsche bunte Nudelschmetterlinge - oder "gestreifte Farfalle"

Wie Ihr wisst, liebe ich Nudeln und mache sie am liebsten selbst. Die Gekauften mag ich überhaupt nicht mehr, denn während diese nur "Soßenhalter" sind, bringen Selbstgemachte einen eigenen tollen Geschmack mit. Man wird einfach extrem anspruchsvoll, wenn man einmal damit anfängt. Als ich das erste Mal nach Rezepten gesucht und mich in das Thema eingelesen habe, verliebte ich mich in ein Bild von gestreiften Farfalle. Diese Schleifchennudeln mag ich eh besonders gerne und dazu noch bunt - ich fand sie wunderhübsch. Doch die gestreiften Farfalle und ich, wir haben uns lange wieder aus den Augen verloren. Aber irgendwann flatterte der gestreifte Nudelschmetterling zurück in mein Gedächtnis und ich sagte mir: Jetzt! Und ich bin wieder total verliebt!

Gestreifte Farfalle

gestreifte Schleifchennudeln

Dank des entsprechenden Equipments, den Nudelwalzen für meine KitchenAid, mache ich jetzt schon längst fleißig Tagliatelle und Spaghetti selbst. Mit Einzug des Röhrennudelvorsatzes gibt es zusätzlich Fussili, Penne und Co. Es ist herrlich, wie einfach und flott das mit ihr geht. Auch hier hat mir meine baiserfarbene Kitty sehr geholfen, auch wenn die Kür Handarbeit war. Was ich damit mache, weiß ich noch gar nicht. Nach so viel Arbeit müssen sie erst noch eine Weile einfach nur angeschaut werden. Nudeln werden ja zum Glück nicht schlecht, sondern halten sich, ordentlich getrocknet, lange. Und natürlich sind sie ein schönes Mitbringsel und Geschenk. Aber das sind selbstgemachte Pasta eh, denn der Geschmack ist einfach wesentlich besser und man schenkt mit Handgemachtem aus der Küche auch immer etwas Liebe mit.

Bunte gestreifte Farfalle

Ein tolles Gewinnspiel für Euch! Hüpft in den Lostopf und holt Euch einen Gutschein für Wayfair.de

Hallo meine Lieben, es gibt tolle Neuigkeiten: Ich darf für Euch wieder ein Gewinnspiel veranstalten und darüber freue ich mich riesig! Ihr könnt einen Gutschein im Wert von  100 € für Wayfair.de gewinnen! Zur Verfügung gestellt wird er mir von Wayfair.de selbst. Was Ihr Euch also von diesem wunderbaren Onlineshop gönnt, bleibt ganz Euch überlassen.

Wayfair.de ist ein junger Onlineshop für alles was das Leben schön macht. Dort findet Ihr über 350000 Produkte für Deko und Einrichtung, aber auch viele tolle Dinge zum Kochen und Backen - Meine Lieblingsrubrik. So lange ist es gar nicht mehr bis Weihnachten, das kommt gerade recht. Ihr könnt Euch mit dem Gutschein selbst einen Wunsch erfüllen oder schon für Weihnachten für Eure Lieben einkaufen. Mit 100 Euro kommt man schon recht weit. Ich habe mich ja schon in ein paar Dinge verliebt.

100 Euro Gutschein gewinnen

Das Gewinnspiel


Das Gewinnspiel läuft 2 Wochen vom 27. Oktober 2014 bis zum 9. November 2014. In der darauffolgenden Woche werde ich dann auslosen. Wenn ich innerhalb einer Woche keine Antwort bekomme, lose ich erneut aus. Wayfair.de wird von mir über den Gewinner informiert und kümmert sich dann um die restliche Abwicklung des Gutscheines.
  • Um bei dem Gewinnspiel mitzumachen, hinterlasst Ihr mir hier einen Kommentar mit der Antwort auf folgende Frage und erhaltet dafür das erste Los: Was ist Euer Wayfair-Lieblingsartikel und warum?
Weitere Lose könnt Ihr so sammeln:
  • Seid Leser meines Blogs (eMail, Bloglovin, Blogger) | + 2 Lose
  • Schenkt meiner Facebook-Seite ein „Gefällt mir“ | + 1 Los
  • Teilt das Gewinnspiel (öffentlich, damit ich es kontrollieren kann) auf Facebook | + 1 Los
  • Berichte über dieses Gewinnspiel auf Deinem Blog | + 1 Los

In Eurem Kommentar steht also mindestens die Antwort auf meine Frage, Euer Namen und eMail-Adresse (die Ihr mir auch per eMail zukommen lassen könnt, wenn Ihr sie nicht öffentlich posten wollt – ich muss es aber Eurem Kommentar zuordnen können) und Eure Lose.

Das könnte dann so aussehen:
Antwort: ....
Meine eMail-Adresse ist xy@...
Ich folge dir via eMail | Bloglovin | Blogger unter dem Namen xy
Deine Seite geliked als xy
Das Gewinnspiel geteilt als xy
Auf meinem Blog erwähnt: (Link)


Alles verstanden? Ich wünsche mir, dass ganz viele teilnehmen und noch mehr Zettel in meinem Lostopf landen. Wollt Ihr noch wissen, was mein Wayfair-Lieblingsartikel ist? Ich habe ja genug Tortenplatten, aber ein wenig habe ich mich die Tortenplatte "Rosanna" verliebt. Von dem Gutschein würde ich aber beim Backzubehör zuschlagen. Da gibt es so viele tolle Dinge. Viel Spaß Ihr Lieben beim Stöbern auf Wayfair.de und natürlich beim Gewinnspiel! Ich drücke allen ganz ganz fest die Daumen!

Eure Marion



Kleine wunderbare Windbeutel - Küsschen mit Toffifee-Mousse und Crème Anglaise

Heute bekommt Ihr alle ein himmlisches süßes Küsschen von mir. Ein kleines Küsschen in Form eines kleinen Windbeutelchens, gefüllt mit einer Toffifee-Mousse. Das klingt schon gut, oder? In Toffifee vereint sich ja Schokolade, Karamell und Nuss. Das ist in Kombination eine Wucht. Als Mousse, die man in ein kleines Windbeutelchen gefüllt hat, ist das zum Träumen und Schwelgen. Alternativ habe ich auch das Rezept für Crème Anglaise für Euch, eine klassische Vanillecrème, die ebenso lecker schmeckt.

Brandteig Rezept für gefüllte Windbeutel

Ich höre immer wieder, dass Brandteig so schwierig ist und es viele gar nicht erst versuchen , aber vielleicht kann ich denjenigen heute etwas Eurer Angst nehmen. Ich muss gestehen, dass ich mich vor meinem ersten Mal überhaupt nicht mit Brandteig auseinander gesetzt habe und nicht wie sonst verschiedene Rezepte studiert und das ausprobiert, das mir am ehesten zusagt. Mit diesem Rezept hatte ich wohl einfach großes Glück, denn die Windbeutel sind schon beim ersten Mal auf Anhieb gelungen. Da bleibe ich natürlich dabei und teile es gerne mit Euch. Es war ganz unspektakulär bei einer Croquembouche-Form dabei, die ich mir mal gekauft habe. Das ist ein Kegel, der aus vielen kleinen Windbeuteln, die mit Karamell zusammen geklebt werden, besteht. Das sieht wunderschön aus! Aber aus den Windbeuteln einen Croquembouche zu machen, ist ein ganz anderes Thema. Mein erster und einziger Versuch war so la la und bevor ich mir nicht endlich mal ein ordentliches Zuckerthermometer gekauft habe, wird es auch keinen zweiten Versuch geben. Aber wenn, dann lasse ich Euch daran teilhaben!

Die Windbeutel sind aber wirklich ganz einfach zu machen und womit Ihr sie füllt, könnt Ihr Eurer Fantasie überlassen. Dafür eignet sich so ziemlich jede Crème, Mousse oder auch einfach nur geschlagene Sahne.

An dieser Stelle sollte ich Euch wohl auch sagen, dass von meiner Toffifee-Mousse etwas übrig bleibt. Zwei kleine Dessertschälchen, die aber nicht lange halten, weil die leckere Mousse sehr schnell vergenusswurschtelt wird. Die Menge der Crème Anglaise dagegen geht  auf. Sie entstammt schließlich auch dem Originalrezept. Der Croquembouche wird für 12 Personen gerechnet, ich habe nur ein Drittel der Menge gemacht. Ja, was soll ich sagen? Rein rechnerisch hätte 1/3 des Rezeptes für 4 Personen gereicht. Aber mein Eheschatz und ich, konnten diese Menge auch zu zweit sehr gut bewältigen. War einfach zu lecker!

Zucchinischwemme # 5 - Sauer eingelegte Zucchini

Wenn man mit der Zucchini-Verwertung nicht mehr nachkommt, liegt es nahe, sie irgendwie haltbar zu machen. Dabei ist sauer einlegen und einkochen eine gängige Möglichkeit. In Bayern isst man ja gerne Brotzeit und sauer eingelegtes Gemüse passt dazu sehr gut. Meist in Form von Essiggurken. Aber warum Essiggurken kaufen, wenn das Gute liegt so nah? Ich sage Euch, die selbst eingelegten Zucchini schlagen jede gekaufte Essiggurke um Längen! Na gut, für Rindsrouladen werde ich wohl weiterhin Essiggurken kaufen. Aber für den puren Genuss haben wir jetzt viele Gläser mit den wunderbaren sauer eingelegten Zucchini in der Speis stehen.

Zucchini sauer einlegen

Ich habe viele Rezepte gelesen und es wurde viel auf unterschiedliche Art für Haltbarkeit gesorgt. Aber die Frage, ob das auch wirklich haltbar ist, hat mich beschäftigt. Ich möchte natürlich nicht in naher Zukunft viele Gläser wegwerfen müssen. Da kamen mir zwei alte Haushalts- und Kochbücher in den Sinn, die bei mir im Küchenregal stehen. Eines von 1927 und das Andere von 1960. Wenn die nicht gewusst haben, wie man etwas haltbar macht, wer dann? Beide Bücher enthielten zwar viele Tipps über das Einkochen, was mit der exakten Einhaltung genauer Temperaturen zu tun hat, aber wenig zum sauer einlegen. Und hinzu kommt noch, dass sie kein derart „neumodisches Zeug“ verwendet haben, wie ich. Man höre und staune: Schraubgläser. Sie springen vielleicht nicht auf diesen momentan angesagten Vintage-Look-Zug auf (den ich zugegebener Maßen auch gerne mag), aber sie sind zuverlässig und einfach in der Handhabung. Ich habe aber lange suchen und googeln müssen, bis ich eine Antwort auf meine Frage gefunden habe: Muss ich meine fertigen Schraubgläser nochmal einkochen um sie wirklich haltbar zu machen? Nein, nicht wenn die Gläser heiß befüllt wurden und sie nach dem Abkühlen ein Vakuum gezogen haben. Vakuum ist Vakuum. Wenn Vakuum da ist, braucht man keines mehr durch nochmaliges Einkochen erzeugen. Dass sich alle Einkochtipps auf die gängigen Spanngläser mit Gummiring beziehen, ist also kein Zufall, sondern hierfür wohl eher nötig. Ich lasse mich aber auch weiterhin gerne eines Besseren belehren.

Süß-saure Zucchini

Aber neben der, ich nenne es mal technischen Seite, des eingelegten sauren Gemüses, gab es natürlich wahnsinnig viele verschiedene Rezepte in Hinblick darauf, was denn mit in den Sud gehört. Und das teilweise enorm unterschiedlich. Jeder behauptet für sich unisono, dass man GENAU SO sauer einlegt. Wer aber nun glaubt, dass ich mich davon verwirren lasse, der kennt mich schlecht. Ich koche bei Rezepten eh immer mein eigenes Süppchen und halte mich nicht großartig an Rezepte. Außer vielleicht, wenn ich Eis mache oder backe. Aber selbst da gehe ich irgendwann eigene Wege und beginne zu variieren. Wäre ja sonst langweilig. Jedenfalls habe ich mir aus allen Rezepten das zusammen gesucht, was mir gefällt und einfach umsetzbar ist. Und, ich will mich nicht in die Reihe derer stellen, die ebenso unisono behauptet, dass ‚man genau so‘ sauer einlegt. Nein. Aber ICH lege Zucchini jetzt ‚genau so‘ ein. Der Geschmack ist auf meiner Seite und ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Ein gelungenes Experiment und auf gelungene Experimente bin ich immer ganz besonders stolz. Und das liegt an meiner Geheimzutat, die ich jetzt nur Euch verrate: Zimt. Nur eine Messerspitze! Nicht mehr. Er rundet den Sud, der süß und sauer ist, wunderbar mit einer leichten herben Nuance ab. Es ist nicht mehr als der Gedanke beim Essen ‚Da ist noch etwas was ich kenne, aber was?‘ und weiter kommt man gar nicht mit der Überlegung, weil sich die Aromen auf der Zunge schon zu einem Ganzen zusammen geschlossen haben. Ich liebe so etwas! Dieses, ein bisschen darüber nachdenken, welche Aromen da auf der Zunge spielen. Man schmeckt und genießt dann bewusst. Auch das bisschen Vanille unterstützt diesen bewussten Genuss. Sie bringt eine ganz leichte muffige Note mit, was jetzt erstmal negativ klingt, aber das ist es gar nicht.

Ich könnte jetzt weiter schwärmen. Mit einem Parfüm möchte ich den Sud nicht vergleichen, das wäre übertrieben. Und ‚Komposition‘ klingt mir auch zu hochgestochen. Aber es ist definitiv eine schöne Aromen-KomBINAtion. Passt auf: Ein fruchtiger Essig und Zucker sind eine leichte, frische und fruchtige süß-saure Basis. Dann kommen Senfkörner und Lorbeer dazu. Ätherische Öle, die die Basis unterstützen, ebenso der Kurkuma. Er färbt nicht nur, sondern ist etwas herb-fruchtig und dabei mildwürzig. Pfefferkörner bringen ein wenig Pepp in die Geschichte. Abgerundet wird alles mit einer subtilen Spur Vanille; mild und vielleicht ein wenig muffig-blumig und einer herben Idee Zimt. Zum Schluss stubst das Salz alle Aromen noch einmal an. Wunderbar. Jetzt wisst Ihr bereits, was alles drin ist und vielleicht habe ich es auch geschafft, Euch Lust auf dieses Rezept zu machen. Ich spanne Euch nicht lange auf die Folter.

Eingelegte Zucchini zur Brotzeit

Zucchinischwemme # 4 - Locker fluffiger und saftiger Zucchini-Walnuss-Kuchen

Also das ist wieder ein richtiges Zucchini-Highlight! Dieser Kuchen ist so wunderbar fluffig und saftig; ich bin ganz hin und weg! Der macht süchtig. Eindeutig!

Zucchini Walnuss Gugl
 
Zucchini in Kuchen zu verarbeiten, dürfte für viele kein neuer Gedanke mehr sein. Gemüse und Süß kennt man schon vom Möhrenkuchen oder Rüblikuchen. Geraspelt unter den Teig gemischt und mitgebacken, macht dieses wunderbare Gemüse den Kuchen schön saftig und zart. Aber ich will hier auch nicht das Rad neu erfinden. Dennoch habe ich es bis jetzt nie ausprobiert. „Never change a winning Team“ dachte ich mir. Kuchen ist auch ohne Gemüse top! Aber ebenso heißt auch, dass Gelegenheit Diebe macht. Nun, ich habe jetzt die Gelegenheit und zwar in Form von fleißig wachsenden Zucchini in meinem Garten. Und was ich stehle? Vielleicht ein klein wenig die uneingeschränkte Treue in meine Standardrezepte. Wobei das Eine nicht das Andere ersetzen muss. Vielmehr ist der Zucchinikuchen eine willkommene Erweiterung und darüber bin ich immer froh. Mit den eigenen Klassikern ist das nämlich so eine Sache. Man vergisst manchmal sogar über den Tellerrand zu schauen. Erst wenn man dazu gezwungen ist fällt einem auf, dass es hinter dem Horizont weiter geht. Und das ist auch gut so. Verdammt gut! Darüber, dass ich diesen Zucchini-Nuss-Kuchen entdeckt habe, bin ich richtig happy!

Meine Entscheidung fiel auf eine Kombination mit Nüssen. Genauer gesagt Walnüsse, denn davon habe ich auch noch einen ganzen Korb aus dem elterlichen Garten zu Hause stehen. Passt also wunderbar. Natürlich könnt Ihr auch andere Nüsse verwenden. Was Ihr mögt oder gerade da habt. Es macht sich auch sicher gut, die Nüsse durch Schokostreusel zu ersetzen. Das möchte ich auf jeden Fall auch noch ausprobieren. Ich glaube, wenn in diesem Kuchen auch noch Schokolade drin ist, bin ich so hin und weg, dass man mich gar nicht mehr ansprechen braucht.

Zucchini Walnuss Kuchen

Luftiger Kuchen

Einen großen Vorteil hat das Backen mit Öl im Gegensatz zu Butter ja auf alle Fälle. Man kann spontan backen, ohne darauf warten zu müssen, dass die Butter weich wird. Was, erstaunlicherweise, auch bei diesem tropischen schwülen Wetter der letzten Wochen dauert. Mir war das anfangs nämlich etwas unsympathisch und ich wusste nicht so recht, ob mir ein Kuchen mit Öl gefällt. Öl statt Butter? Aber, das Resultat ist super und es fehlt mir kein Buttergeschmack.  Das war also schon der zweite Blick über den sommerlichen Horizont. Zurzeit regnet es ja allerdings leider immer wieder. Ich hoffe der Sommer noch einmal zu uns zurück!

Gugelhupf

Das Rezept passt sowohl für eine Kastenform als auch für einen Guglhupf. Wobei der dann doch nicht ganz voll wird. Ich hab den Kuchen auch schon mit Zutaten hochgerechnet auf vier Eier gebacken. Da ich aber das Backpulver bei einem Päckchen belassen habe, war er nicht ganz so locker. Aber trotzdem lecker! Fluffig ist mir aber lieber und daher bleibe ich doch lieber bei der kleineren Menge oder werde nächstes Mal noch Backpulver dazu geben. Ich hatte 350 g Zucker, 4 Eier, 1 Pk. Backpulver, 180 ml Sonnenblumenöl, 1,5 TL Zimt, 300 g Zucchini, 140 g Walnüsse und 350 g Mehl verwendet. Vorstellen möchte ich Euch aber die saftige, lockere und fluffige Variante.

KitchenAid in Aktion

Zucchinischwemme # 3 - Zucchini-Antipasti

Gemüse-Antipasti. Eigentlich ist das Teil einer italienischen Vorspeise. Aber diese Vorspeise hat sich fest in unsere Genussherzen gesetzt und man isst sie hier nicht nur gerne als Auftakt zum Hauptmenü. Ja, sie spielen hier auch gerne die Hauptrolle. Bei einer, ich sage mal „mediterranen Brotzeit“. Weitere gern gesehene Nebendarsteller dieser Aufführung sind noch leckere Kleinigkeiten, wie Oliven oder guter luftgetrockneter Schinken und würzige Salami. Gerne auch ein wenig „Caprese“ und gutes, frisches Weißbrot dazu. Aber auch als Nebendarsteller eines schönen gegrillten Steaks kommt Antipasti ganz groß raus. 

Zucchini Antipasti selber machen

hausgemachte Antipasti aus Zucchini

Selbst gemachte Antipasti laufen der gekauften Variante eindeutig den Rang ab. Was man da bekommt, ist zwar durchaus annehmbar, doch meistens so vollgesaugt mit Öl, dass gegrillte Zucchini oder Aubergine und Co. oft nur als öliger, undefinierbarer Schwamm daher kommen. Wie würde Euch zum Beispiel ein wenig mehr Variation in der Gemüseauswahl gefallen? Die Klassiker sind Zucchini, Aubergine, Champignons,  Paprika und Artischocke. Aber diese „Machart“, dieses Rezept, funktioniert mit nahezu jedem Gemüse. Ja, gerade Karotten sind ganz besonders lecker. Sie bringen eine leichte Süße mit. Sogar mit Knollensellerie kann man auftrumpfen. Denn dergleichen haben viele noch nicht gegessen. Ihr werdet positiv überrascht sein, da bin ich mir sicher!

Verschiedene Antipasti selbst gemacht

Jetzt kommt das ganz große Aber: ABER heute stehen selbstverständlich Zucchini im Mittelpunkt. Denn Zucchini sind lecker (sonst hätte ich sie nicht angepflanzt), sie haben gerade Saison und … na ja, sie müssen weg. Ich will mich hier gar nicht beschweren, nein, keineswegs. Ich bin immer noch richtig stolz auf meine Pflanzen und die Ernte. Aber während ich jetzt für Euch den (erst) dritten Blogbeitrag fertig habe, wird Zucchini hier nahezu in jedem Essen verwertet. Aber nicht alles ist „genussküchentauglich“. Ihr müsst jetzt genauso durch die Zucchinirezepte durch, wie ich. Aber so schlimm ist es nicht, oder? Noch haben wir Spaß! Spaß beim Ernten, Zubereiten und Essen.

Zucchinischwemme # 2 - Zucchini Quiche

So kann es gehen. Jetzt habe ich schon das nächste Rezept für Euch. Der reichen Zucchini-Ernte sei Dank. Eine Quiche wollte ich eh schon längst mal wieder machen. Manchmal kocht man so oft dieselben Dinge, bis irgendwann ein neues Rezept dazu kommt. Das wird dann in das Standardrepertoire aufgenommen und andere fallen dafür heraus. Meine Zucchini haben mir jetzt den perfekten Anlass geliefert, seit langem wieder einmal eine Quiche zu machen. Denn außer meines schwäbischen Zwiebelkuchens, den es eh nur zur entsprechenden Jahreszeit im Herbst gibt, fiel dieses Gericht ziemlich unter den Tisch.

Zucchiniquiche

Ein wenig erinnert  mich die Quiche an eine Sonne. Vielleicht liegt es auch an der Erinnerung daran, dass ich den deftigen Kuchen heiß und duftend aus dem Ofen geholt und ihn auf die Terrasse gebracht habe, wo ihn mein Eheschatz und ich in der Abendsonne genossen haben. Ich finde es immer schön, wenn es im eigenen Leben so kleine Momente gibt, ganz kurze Szenen, zuerst unbewusst, die aus einem Roman stammen könnten. Das sind schöne kleine Glücksmomente.

Zucchiniquiche

Zucchini-Quiche

Vielleicht bin ich auch etwas befangen und denke nicht mehr objektiv, aber mit einer Zucchini aus dem eigenen Garten, schmeckt so eine Quiche gleich noch viel besser. Eine schöne Sache. Einerseits deftig, andererseits sommerlich leicht. Knuspriger Mürbteig und dann die Füllung mit den saftigen Zucchini, Gartenkräutern und Geräuchertem. Eine Wucht, die heiß ebenso lecker schmeckt, wie lauwarm und kalt. Was nicht schlecht ist, denn zu zweit werden wir ihr nicht auf einmal Herr. Aufgewärmt hat sich die Zucchini-Quiche aber auch sehr gut gemacht. Gründe genug, um Euch dieses Rezept ans Herz zu legen.

Stück Zucchini Quiche

Zucchinischwemme # 1 – Sommerliche Pasta mit Zucchini und Walnüssen

Ja, ich weiß. Das letzte Rezept ist schon etwas her und ich behandle meinen Blog gerade ziemlich stiefmütterlich. Aber wie es manchmal so ist, schieben sich immer wieder andere Projekte dazwischen, nicht zuletzt der Garten. Und Musenküsse haben auch auf sich warten lassen. Aber jetzt melde ich mich dafür mitten in der bekannten Zucchinischwemme zurück.

Pasta mit Zucchini

Sechs Pflänzlein habe ich liebevoll aufgezogen und neben Kohl und Kartoffeln in mein neues Hochbeet gepflanzt. Im Gegensatz zu meinem Versuch letztes Jahr, sie in Töpfen zu ziehen, wachsen sie mir dieses Jahr regelrecht über den Kopf. Ich kann somit bestätigen, dass Zucchini Starkzehrer sind, denn ich schreibe das der frischen Erde und der extra Gabe Kompost zu Gute. Aber, ich bin richtig stolz darauf und freue mich über jede Frucht, mit der mich meine Pflänzchen ausgewachsenen immer noch wachsenden Pflanzen beglücken. Dennoch bleibt die Frage: Was damit anstellen? Montag bis Sonntag Zucchini mit Zucchini zum Frühstück, Mittag- und Abendessen? Oder doch etwas auf Vorrat? Ich habe einfach ganz banal mit einem Pastagericht angefangen.

Hier kommen aber nicht nur meine Zucchini zur Geltung. Ich habe auch noch vom letzten Herbst einen großen Korb Walnüsse aus dem Garten meiner besten Eltern, derer ich auch irgendwann mal Herrin werden möchte. Und ich habe festgestellt, dass Zucchini und Walnüsse ganz toll zusammen passen. Außerdem hat sich eine kleine erlesene Auswahl von Paprika dazu gesellt. Die kleinen roten Zipfel nennen sich „Rote Augsburger“. Ihr könnt sicher nachvollziehen, dass ich diese Pflanze als gebürtige „Augschburgerin“ haben musste. Für ein leichtes Prickeln sorgt eine „Sweet Wrinckled Old Man“. Eine Chili-Sorte, die ich nicht mehr missen mag. Sie ist nicht so scharf und hat ein fruchtiges und leicht süßliches Aroma. Es hätten auch zwei sein dürfen. Aber bei der Schärfe entscheidet Ihr mal lieber selbst.

Paprika Rote Augsburger und Chili Sweet Wrinckled Old Man

Die Frühlingssonne im Glas - Löwenzahnblütengelee

Wer entscheidet denn, was Unkraut ist und was nicht? Manche "Unkräuter" blühen eigentlich recht schön. Das Problem liegt eher darin, dass sie sich unkontrolliert und rasend schnell vermehren. Und dazu noch dort, wo man sie nicht gebrauchen kann oder haben möchte. Löwenzahn gehört, wohl nicht nur für mich, ganz eindeutig in diese Kategorie. Seine Wurzeln machen manchem Rettich Konkurrenz. Die strahlenden sonnengelben Blüten, finde ich aber trotz allem sehr hübsch. Wir haben hier viele Wiesen, die im Frühling geflutet sind, mit diesem leuchtenden Gelb. Das ist ein sehr schöner Anblick. Freundlich und man weiß, dass der Sommer kommt. Nur eben im eigenen Garten ist er nicht so willkommen. Zumindest nicht in der Menge, die wir den umliegenden Wiesen zu verdanken haben. Ich war und bin entschlossen dem Löwenzahn zu Leibe zu rücken. Er muss weg, oder immerhin weniger werden, etwas im Zaum halten, Ihr versteht? Und darum habe ich jetzt ein neues geniales Spielzeug. Den Fiskars Unkrautstecher. Viele zweifeln ja daran, ob diese Dinger wirklich etwas bringen. Ich kann sagen; es funktioniert! Das Ding ist super! Easy Peasy. Unkraut stechen macht 'voll bock'.

Löwenzahnblüten Gelee

Pusteblume

Bei meiner Suche nach dem richtigen Spielzeug, bin ich aber auch über diverse Rezepte für Löwenzahn und Löwenzahnblüten gestolpert. Ich dachte "Hey!" und wurde neugierig. Besonders Löwenzahnblütengelee hat es mir angetan und dann habe ich mit einer Schüssel bewaffnet den Garten gestürmt und ihnen die Köpfe abgezupft. Und jetzt bin ich um eine Erkenntnis reicher: So viel Löwenzahn haben wir doch nicht im Garten, denn ich musste sogar auf der gegenüberliegenden Wiese weitersammeln um auf die benötigte Menge zu kommen. Die Dinger wiegen ja quasi nichts.

In der Küche und mit Neuem bin ich gerne experimentierfreudig. Einen leckeren Brotaufstrich aus Löwenzahnblüten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Aber ich war auch unheimlich neugierig! Mein Eheschatz, der beste Eheschatz von allen, war hingegen mehr als skeptisch. Dabei vertraut er mir doch sonst auch! Als würde ich ihm etwas vorsetzten, das nicht schmeckt! Oder habe ich ihm jemals seine (mir völlig unverständlich) ungeliebten, sogar verhassten Tomaten untergejubelt? Ok, es gab da mal einen Versuch mit Grünkernbratlingen, völlig furchtbar und misslungen, aber das ist nun wirklich lange her und schließlich hat er mich trotzdem geheiratet. Also!

Löwenzahn Marmelade

Löwenzahnblütengelee lohnt sich auf jeden Fall. Ihr werdet sicher skeptische Blicke ernten, die dann aber umso überraschter sind, wie lecker das schmeckt. Augen werden die machen! Genauso wie ich, mein Eheschatz und Ihr zuvor. Die Anerkennung ist auf Eurer Seite. Und Ihr selbst wollt ab da auch immer ein Glas dieses Angebergelees zu Hause haben. Mich erinnert der Geschmack an Honig und außerdem ist da noch etwas von Sonne und Wiese und Frühling. Das ist wirklich ein unerwarteter und besonderer Genuss. Ich bin total happy, dass ich das entdeckt habe. Der Frühling und die Sonne im Glas und zum Frühstück.

Geschenke aus der Küche

Löwenzahn

Ich will nicht bestreiten, dass das Sammeln und Blütenzupfen eine heiden Arbeit ist. Aber zumindest konnte ich mir letzteres erleichtern. Ganz einfach, die Blüten mit einer Schere über dem Stempel abschneiden und gut ist. Das Grüne sollte man schon so gut wie möglich heraus suchen, aber im Vergleich zum Abzupfen war das eine mortz Erleichterung. Außerdem werden auch die Finger nicht total gelb davon und die Blüten werden nicht zerquetscht. Super Sache. Und am Ende hat man dann eine ganze Schüssel voll mit weichen und flauschigen, knallgelben Blüten. Leider ist mir das erst recht spät eingefallen. Aber der nächste Frühling kommt! Jetzt ist der Löwenzahn ja leider größtenteils zu Pusteblumen geworden. Wobei "leider" auch nicht so einfach gesagt ist, denn ohne gäbe es dieses wunderschöne Pusteblumen-Bild nicht, das mir eine liebe Freundin für meinen Post zur Verfügung gestellt hat. Besucht Sie doch mal auf redfairy Picture Designs oder auf Ihrer Facebookseite.

Gebeizte Lachsforelle - Die Geschichte eines kleinen Fischleins

Für Ostern stand ein neues Projekt an. Für das Essen am Ostersonntag wollte ich für meine Familie etwas ganz besonderes machen und etwas Neues ausprobieren. Gebeizten Lachs kennt man ja. Man kauft ihn oft abgepackt im Supermarkt. Er hatte für mich lange an Reiz verloren, bis ich im Kaufland an der Fischtheke gebeizten Lachs gekauft habe. Ich war baff, wie lecker und - besonders dieser Lachs war. Der hatte gar nichts mehr mit dem zu tun, den man im Kühlregal findet: Fettig und fad. Jetzt hatte ich mir überlegt für Ostern dort meinen Lachs zu kaufen. Aber ich bin ja eine, die gerne viel ausprobiert und selbst macht in der Hoffnung, dass es dadurch noch besser ist. Und so hab ich mich also entschlossen Lachs selbst zu beizen. Ich hab mir Rat von einer ganz lieben Freundin geholt, die das schon mal gemacht hat. Sie hat mir Lesestoff gegeben und mir die Fischerei Gumberger ans Herz gelegt.

Vorspeise

In Landshut kennt man diese Fischerei dem Namen nach zwar, aber ich war noch nie dort um frischen Fisch zu kaufen. In dem kleinen Laden wurde ich sehr freundlich empfangen. Dort einzukaufen war schon etwas Besonderes für mich. Dort gibt es eine Theke mit zubereiteten, geräucherten Fischen, eine gefüllt mit Eis und frischem Fisch und – zwei Becken in denen ein paar Fische munter schwimmen. Hach, also ich bin wirklich bekennender Fleischesser und ich weiß, dass dafür Tiere sterben. Ich habe bei der Zubereitung großen Respekt vor dem Produkt und bei einer Schlachtung unter angemessenen Bedingungen ist alles in Ordnung, wie es hier der Fall ist. Aber wenn dir dann ein Fisch mit der Frage „Der da?“ aus dem Becken gefischt wird, er dich mit seinen großen Augen anschaut, behäbig sein Maul, nahezu bittend öffnet und schließt, du sagst „Ja“ und schon hört man wie ein Knüppel mit einem dumpfen hohl klingenden Schlag auf dessen Kopf schlägt ...  keine fünf Minuten später liegt er filetiert und eingepackt in deiner Einkaufstasche. Ja, das ist dann schon irgendwie was anderes. Ich hab der kleinen Lachsforelle versprochen mir die größte Mühe zu geben um etwas ganz Leckeres aus ihr zu machen, damit sie nicht umsonst gestorben ist.

Gebeizte Lachsforelle mit Kresse

Auf dem Heimweg wollte ich für die Beize noch reichlich Dill besorgen. Leider hab ich keinen Frischen bekommen und so habe ich verschiedene Kräuter gekauft. Kresse,  Basilikum, Petersilie, Bärlauch und gefrorenen Dill. Außerdem Orangen und Zitronen.

Meine Beize wurde eine Kombination aus verschiedenen Rezepten, weil ich mich nicht entscheiden konnte. Wenn vieles gut klingt, suche ich mir das Beste aus allem heraus. Die Filets meiner kleinen Lachsforelle haben ca. 400 g auf die Küchenwaage gebracht. Dafür habe ich 100 g Beize benötigt. Von Dienstag bis Samstag war sie eingelegt. Der Geschmack war dadurch sehr intensiv und die fruchtige Säure von Orange und Zitrone ist schön eingezogen. So lange, werde ich das nächste Mal jedoch nicht einlegen, denn mit jedem Tag wird natürlich auch Wasser entzogen und das Fleisch wurde mir dadurch eine Idee zu fest. Allerdings überhaupt nicht trocken. Das hat mir schon sehr gefallen. Dieses Experiment hat sich auf jeden Fall gelohnt und für den passenden Anlass oder einfach auch mal so, wenn ich Zeit habe, werde ich sicher wieder eine Lachsforelle beizen. Die Lachsforelle an sich, hat sich zum Beizen wirklich gut gemacht. Das Fleisch war nicht so ölig wie man es von gebeiztem Lachs sonst kennt. Es hat schon toll geschmeckt und darüber war ich nicht nur glücklich, sondern auch erleichtert. Habe ich es der kleinen Forelle doch versprochen!

Graved Lachs

Schweinefilet im Baconmantel, ganz zart und saftig mit einem Orangensößchen und Nussbuttertagliatelle

Der Frühling macht es mir gar nicht leicht, mich um meinen Blog zu kümmern. Meine Pflänzchen sind zwar gleich angesät, aber sie möchten auch Ihre Aufmerksamkeit. Sonst war die ganze Mühe umsonst und so wird gesät, pikiert, umgetopft, gegossen… Dieses Jahr habe ich sogar ein Hochbeet bekommen, über das ich mich riesig freue. Meine Chilis, Paprikas und Tomaten kommen wieder in Kübel, aber zusätzlich gibt es Zucchini, Erdbeeren, eine neue Rosenkohl-Kohlsorte und Kartoffeln! Außerdem ziehe ich noch Tagetes, Astern und Tabakpflänzchen vor. Petunien und kleine essbare Stiefmütterchen kommen auch noch dazu. Ich hoffe, dass das auch alles was wird. Nach den Eisheiligen kommt der erste Schwung nach draußen, dann hab ich auch wieder etwas mehr Platz für neue Zöglinge.

Was kommt bei Euch an Ostersonntag auf den Festtagstisch? Für meine Familie gibt es dieses Schweinelendchen und Nussbuttertagliatelle dazu. Ich hab es bereits schon mal gemacht und fand es so lecker, dass gleich feststand „das wird mein Hauptgang!“. Mit der Niedriggarmethode ist es zart und saftig, wie es sein soll und das Orangensößchen passt sehr gut zum Frühling und natürlich zum Schweinelendchen und dem knusprigen Baconmantel. Ich hoffe meinen Lieben wird es schmecken und Ihr bekommt auch Lust es nach zu kochen und die zu verwöhnen, die Euch am Herzen liegen.

Niedriggaren

Ich mache ganz untypisch schwäbisch eine sehr reduzierte, aber eher intensive Orangensoße dazu. Durch das Niedriggaren ist das Schweinefilet nämlich so zart und saftig, dass es gar nicht in einer Soße schwimmen muss. Diese Soße ist also „nur“ das frühlingshafte Tüpfelchen auf dem „i“. Was fürs „G’schmäckle“. Und um dem wunderbaren Filet und der Soße keine Konkurrenz zu machen, gibt es dazu Nussbuttertagliatelle. Dass ich Pasta liebe, wisst Ihr vielleicht aus einem meiner älteren Beiträge. Ich mach sie gerne selbst, weil sie dann so toll schmeckt. Da mag ich dann gerne nur etwas Nussbutter dazu. Lecker, lecker! Mein liebster Eheschatz, der Beste von allen, hat letztens bemerkt, dass meine Pasta immer so zierlich ist. Ja, da hat er gut aufgepasst. Ich walze meine Pasta gerne dünn aus. Das ist Geschmackssache und hängt auch ein wenig von der Soße ab. Für dieses feine Gericht, walze ich die Tagliatelle auf Stufe 5. Dann passt auch mehr Nussbutter dazwischen.

Das tolle beim Garten mit 80°C ist, dass es sehr gelingsicher ist. Weil es ganz langsam und sanft vor sich hin gart, kann man eigentlich nichts falsch machen. So bleibt es wunderbar zart und saftig. Auch der Geschmack ist dadurch ausgezeichnet. Zudem finde ich es immer praktisch, wenn ich mein Stück Fleisch in den Ofen schieben und es „vergessen“ kann. Dann hab ich Zeit zwischendurch Küchenchaos zu beseitigen und mich um andere Dinge kümmern. Gerade, wenn man Gäste eingeladen hat ist das super, wenn ganz nebenbei etwas Leckeres aus dem Ofen kommt. Alles andere wurde schon in Ruhe vorbereitet und ist fertig. Auch die Küche ist aufgeräumt. Ich mag es ja gerne, wenn es stressfrei ist. So gerne ich auch koche, ich mach das eher, na ja, meditativ und in Ruhe. Hektik in der Küche mag ich gar nicht. Das schlägt nur auf den Magen und man will das gute Essen ja schließlich genießen können.

Niedriggarmethode

Garten mit 80 Grad

Meine Rinderrouladen

Mit meinem Rezept für Rinderrouladen habe ich mal wieder einen meiner Klassiker für Euch. Gute Hausmannskost wird hier gern gegessen und ich koche diese Gerichte auch gern. In vielen Küchen gehören sie vielleicht zum Standartrepertoire und da stellt sich die Frage, ob es dazu wirklich einen Blogbeitrag braucht. Aber in Kochzeitschriften findet man auch immer wieder Rezepte für Variationen von Rouladen. Klassiker sterben nicht aus und daher möchte ich mein Rezept mit Euch teilen.

Rindsrouladen

Es ist zwar ein klassisches Rezept, aber ich mache es auf meine Weise, wie Ihr an den Zutaten seht. Ich verwende nämlich keinen Speck, wie in vielen Originalrezepten empfohlen. Ehrlich gesagt, finde ich das nicht besonders appetitlich. Er wird nicht kross, sondern bleibt schlabberig und macht das Ganze in meinen Augen nur unnötig fett. Viel Geschmack kommt nicht dabei rum. Ich nehme daher lieber Südtiroler Schinken. Der ist angenehm würzig und hat immer noch genug Fett, damit die Rouladen nicht trocken werden. Geschmacklich bringt er aber sehr viel mehr mit und man hat beim Essen keine labberige Speckschicht zwischendrin. Ich finde es so einfach lecker und mein geliebter Herr Eheschatz schmaust auch immer ganz zufrieden. So verkehrt kann es also nicht sein, auch wenn mich die Metzgerin mit einem Stirnrunzeln anschaut. Da darf man sich nicht irritieren lassen. Sogenannte Fachkräfte wissen auch nicht immer alles.

Südtiroler Speck

Meine Mama, die Beste von allen, macht auch immer wunderbare Rindsrouladen, so hab auch ich gelernt, wie man sie macht. In meinem Elternhaus hat sich aber die Frage der Beilage so gut wie nie gestellt. Meistens gab es Nudeln. Es gab zu fast allem Nudeln, was nicht schlimm ist, weil ich Nudeln liebe. Zu Rouladen passt aber sehr viel mehr. Reis, Ebli, Salzkartoffeln, eigentlich alles. Meinem liebsten Eheschatz schmeckt dazu Kartoffelbrei am besten. Ein fluffiger selbst gemachter Kartoffelbrei kommt mir auch sehr entgegen. Vor allem wegen der Soße. Ich hab aber leider kein Rezept dafür. Das ist aber ganz einfach. Ich gare geschälte Kartoffeln im Dämpfe,r bis sie weich sind und drücke sie durch die Kartoffelpresse. Heiße Milch gebe ich nach Gefühl dazu. Ich erhitze einfach so ca. einen halben Liter. War es zu wenig, mache ich einfach noch etwas nach und bleibt Milch übrig, trink ich den letzten Schluck. Dann schmecke ich noch mit Butter, Salz und frisch geriebener Muskatnuss ab – fertig! Ganz einfach und unkompliziert und viel viel besser als Fertigprodukte. Aber welches Fertigprodukt kommt schon an selbst gemachtes heran?

Wenn ich Rinderrouladen mache, dann immer gleich ein paar mehr. Die Arbeit ist dieselbe und ich friere sie gerne auf Vorrat ein. Dafür sind sie wirklich super geeignet, denn sie werden besser und zarter, je länger man sie kocht. Ich habe gerne etwas Gescheites auf Vorrat im Haus. Wenn ich mal gar keine Lust und Muse zum Kochen habe, bin ich froh, wenn noch etwas Gutes in der Gefriertruhe ist und nicht nur Mist. Das kann ich Euch also nur empfehlen!

Senf - Raclette

Jetzt ist es März geworden. Die Zeit vergeht so schnell, herrje. Die Rezepte wollte ich Euch schon längst vorgestellt haben. Das war nämlich eine ganz spannende Aufgabe. Aber dafür gibt es jetzt einen langen Post mit mehreren Rezepten. Ich hatte von Münchner Kindl Senf eine ganz liebe Anfrage bekommen, ob ich nicht verschiedene Senfsorten testen möchte. Natürlich wollte ich testen! Ich teste gerne. So komme ich an neue Produkte, die ich mir normalerweise wohl nicht gekauft hätte. Die einzige Bedingung war, die Senfsorten mit Raclette in Einklang zu bringen. Das schien mir erstmal ziemlich schwierig, weil ich nicht so recht wusste, wie ich beides kombinieren könnte. Und so habe ich erstmal ein wenig recherchiert und nach Rezepten gesucht die Senf beinhalten. Für drei Sorten hatte ich mich mittlerweile entschieden: Maulbeersenf, Mangosenf und Chilisenf. Außerdem gab es eine „DirtyHarry – Sweet Asia Sauce“ dazu, was für mich hieß, dass es auch in die asiatische Richtung gehen sollte. Wenn auch nur etwas pseudomäßig, aber immerhin musste diese Soße zu etwas passen.

Den Münchnern und den ein oder anderen Feinkostfreunden sagt Münchner Kindl Senf vielleicht schon etwas. Mir war er bis dahin unbekannt. Die Senfmanufaktur gibt es schon seit 1920, also länger als mich, und der Senfladen selbst befindet sich auf dem Münchner Viktualienmarkt. Es gibt sehr schöne Sorten und die Qualität merkt man wirklich sofort. Die Sorten sind wunderbar abgeschmeckt, in sich stimmig und rund. Sehr tolle Produkte! 

Senfmanufaktur

Wie es zu der Kooperation zwischen Münchner Kindl Senf und Raclette-Grill.net kam, kann ich Euch nicht sagen. Ich wusste nicht, wie das zusammen passen sollte. Aber nach diesem „Experiment“ kann ich Euch sagen, dass es sehr gut passt. Es ist doch so; man macht immer wieder dieselben Sachen und langweiligen Dinge. Was legt Ihr zum Beispiel aufs Raclette? Man hat so seine Standartsachen, auf die man nicht verzichten möchte. Dabei lohnt es sich wirklich, sich ein ganz bestimmtes Thema auszusuchen und ein Raclette-Essen danach zu konzipieren. Die Senfrezepte kann ich Euch dabei nur ans Herz legen! Und auch, nicht bis Sylvester zu warten, bis Ihr Euer Raclette wieder hervorkramt. Raclette ist der Grill für die kalten Tage und für drinnen. Es ist zwar jetzt schon Frühlingsanfang, aber mal ehrlich, wenn ich nach draußen schaue, sehe ich trübes Wetter und Regen. Bis hier die Grillsaison losgeht, dauert es noch ein wenig. Ihr habt also noch genug Zeit, Eure Freunde zu einem schönen Racletteabend einzuladen.

Lieblingsrezepte mit Schweizer Käse # 4 - Juhuu es ist soweit, Gewinnspielzeit!

Ihr Lieben, ich habe es ja bereits ein paar Mal angekündigt und jetzt ist es so weit: das Gewinnspiel zum Thema „Lieblingsrezepte mit Schweizer Käse“. Es ist mein erstes Gewinnspiel auf meinem Blog und ich freu mich wirklich sehr, dass ich es Euch anbieten kann. Noch dazu mit einem so tollen Preis, der mir extra dafür zur Verfügung gestellt wurde. Ich wünsche mir, dass ganz viele mitmachen und ich viele Zettel in meinen Lostopf werfen kann!

Zu gewinnen gibt es ein originales Victorinox Taschen-Käsemesser im Wert von 34,50 EUR. Das ist doch was!  Es ist 111 mm lang, mit einer roten Schale und dem Victorinox Emblem. Ausgestattet ist es mit einer Käseklinge, einer Brotklinge und einem Korkenzieher. Das ideale Messer für Liebhaber von gutem Käse, Brot und Wein. Außerdem hat es noch eine Pinzette, einen Zahnstocher und natürlich einen Ring. Das macht schon was her auf dem Brotzeittisch oder der Picknickdecke oder, oder, oder …

Victorinox Schweizer Käsemesser

Lieblingsrezepte mit Schweizer Käse # 3 - Gratinierte Speckrösti mit „Vacherin Mont-d’Or AOP“

Der „Vacherin Mont-d’Or AOP“ ist der dritte und letzte Käse, den ich zum Ausprobieren bekommen habe. Vorgestellt habe ich ihn Euch schon in meinem Post „Lieblingsrezepte mit Schweizer Käse # 1“. Da hatte ich den Käse allerdings noch nicht probiert. Sein kräftiger Geruch ist mir bereits schon im verpackten Zustand aufgefallen. Daher war ich besonders neugierig, wie er schmeckt. Die Rezeptidee „Gratinierter Vacherin Mont-d’Or AOP mit Speckrösti“, die ich dazu bekommen habe, klang sehr gut. Sehr deftig, aber gut. Ich habe es etwas abgewandelt, für zwei Personen, wie ich dachte. Es blieb aber noch eine dritte Portion übrig, die ich mir am nächsten Tag habe schmecken lassen. Es war ebenso lecker, wie deftig. Der Käse hat nicht nur einen sehr intensiven und kräftigen Geruch, sondern einen ebensolchen Geschmack. Das passt hervorragend zu den Speckrösti. Ein milderer Käse wäre geschmacklich untergegangen. Einen frischen grünen Salat oder ein paar Gurkenscheiben lege ich aber all denen als Beilage ans Herz, die dieses Rezept nachkochen möchten. Diesen Ausgleich braucht es zu diesen käsigen und deftigen Rösti, dann ist das ein wirklich tolles Gericht.

Speckrösti überbacken

Wir haben diesmal zweierlei Getränke zum Essen ausprobiert: Ein kühles Bier und wieder den wunderbaren Traminer vom Weingut Zehnthof. Beides hat sehr gut gepasst und geschmeckt. Das Bier war eher durstlöschend und hat das Rustikale an diesem Gericht unterstrichen. Der Wein rundet die Aromen ab und verbindet sie miteinander. Es war erstaunlich, dass die Getränkewahl doch einen solchen Einfluss auf den Charakter eines Gerichtes hat. Schwer zu sagen, was man da favorisiert.

Das Aroma des Käses wird als „mild“ beschrieben. Ich empfand ihn als sehr würzig. Wie gesagt, passt er sehr gut, wenn man ihn mit anderen deftigen Aromen kombiniert. Als Ofenkäse, wie er ebenso empfohlen wird, wäre er mir persönlich zu kräftig. Interessant fand ich, dass er im Gegensatz zu anderen Ofenkäsen bereits im kalten Zustand einen sehr cremigen, fast flüssigen Kern hat. Das hat mich wirklich überrascht. Auch, dass der Ring aus Tannenrinde eine dezente, aber deutliche Geschmacksnote mitbringt. Der „Vacherin Mont-d’Dor AOP“ ist ein sehr interessanter Käse über den sich jeder Käseliebhaber eine eigene Meinung bilden sollte. Wer würzigen Käse mag, dem kann ich diesen zartschmelzenden Weichkäse sehr empfehlen.

Schweizer Ofenkäse

Lieblingsrezepte mit Schweizer Käse # 2 – Klassisches Schweizer Fondue „Moité-Moité“

Weiter geht’s im Käsetext und zwar mit flüssigem, heißem Käse. Es gibt ja viele Versuchungen im Leben. Neben dem besten Eheschatz der Welt und Schokolade ist heißer, cremig geschmolzener Käse definitiv eine davon. Es ist wirklich ein Jammer, dass man den Fonduetopf (aber auch das Raclette) nur zu Silvester herausholt. Jedes Jahr nehme ich mir in meinem Neujahrsvorsatz vor, sowas auch mal unter dem Jahr zu machen. Nicht nur zwischen den Feiertagen. Aber mit den Neujahrsvorsätzen ist das halt so eine Sache. Dabei ist es doch immer lecker, oder? Ein Essen mit Genuss, mit guten Freunden, in geselliger Runde. Es verbreitet gute Laune. Man isst langsam und gemächlich. Eigentlich doch eine gesunde Art des Essens. Und Käsefondue kann etwas, was Brüh- oder Fettfondue und auch Raclette nicht können: Es beruhigt die Gemüter. Vor allem die männlichen. Keiner, der anfangs so viel Hunger hat, dass er mit mehreren Gabeln und Pfännchen gleichzeitig jongliert und dann so im Stress is(s)t, dass die Freude am Essen vergeht und sich nach kurzer Zeit Sättigung eingestellt hat. Denn das tolle am Käsefondue ist, dass nichts gar werden muss. Man tunkt sein Brot in die leckere Käsemischung und kann es gleich vernaschen.

Schweizer Käse Fondue

In meinem letzten Post habe ich Euch die beiden Käsesorten „Le Gruyère AOP“ und „Vacherin Fribourgeois AOP“ vorgestellt. Diese beiden zu gleichen Teilen sind die richtige Käsemischung für das klassische Schweizer Fondue „Moité-Moité“, das aus dem Französischen übersetzt „Halbe-Halbe“ bedeutet. Die Mischung ist wirklich sehr lecker! Der Vacherin Fribourgeois bringt hervorragende Schmelzeigenschaften mit und macht das Fondue wunderbar cremig und zartschmelzend, während der Le Gruyère  für einen fruchtig-kräftigen Geschmack sorgt und das Käsefondue dadurch gar nicht so mächtig wirkt. In den Le Gruyère hätte ich mich ja sowieso reinsetzen können und ich hab mich nur aus Liebe zu meinen Gästen sehr zusammengerissen um nicht beim Käsereiben alles wegzunaschen. Definitiv ein Käse, den ich mir merken muss!

Klassisches Schweizer Käsefondue

Dieses Rezept, das ich bekommen habe, hat mich wirklich überzeugt. Oft mochte ich Käsefondue gar nicht besonders gern und hab lieber einen normalen Ofenkäse vorgezogen. Die einen waren mir zu mächtig oder viel zu würzig, die anderen hatten gar keinen Geschmack und kamen nur etwas „fettig“ daher. Daher war ich auf dieses Originalrezept besonders neugierig und selbst überrascht, wie viel die richtige Mischung der Zutaten ausmacht. Es braucht auch nicht viel Vorbereitung. Keine Soßen und anderen Klimbim. Gute dunkle, helle oder süßliche Brotsorten, etwas Obst und fürs nächste Mal ein wenig Rohkost (vielen Dank für den Tipp!). Als Essensbegleiter darf natürlich auch ein guter Wein nicht fehlen, zumal man ihn ja schon für die Zubereitung des Käsefondues braucht. Ein Traminer vom Weingut Zehnthof ist es bei uns geworden. Er hat fantastisch dazu geschmeckt! Natürlich ist auch ein durstlöschendes kühles Bier nicht verkehrt. Zum Käsefondue passt einfach alles. Und ich sag eh immer: „Es darf, was schmeckt!“.

Fondue mit Schweizer Käse